Umweltschutz & Nachhaltigkeit

Event & Bewegung

Wir wollen eine nachhaltige und umweltfreundliche Großveranstaltung sein

Der Kirchentag verfolgt das Ziel, die Schöpfung zu bewahren und Verantwortung für die Erde auch mit Blick auf zukünftige Generationen zu übernehmen. Aus diesem Ziel entsteht ein umfassendes Umweltengagement in folgenden Bereichen:

Verpflegung: Der Kirchentag isst grün und fair

Seit 2012 verfolgt der Kirchentag eine ökofaire Verpflegungsstrategie, die darauf abzielt langfristig 100 Prozent ökologische Lebensmittel auf dem Kirchentag anzubieten, wie sie bereits schon jetzt bei der biozertifizierten Helfendenverpflegung, im Biomarkt der Köstlichkeiten oder im Gläsernen Restaurant zu finden sind. Der Kirchentag bemüht sich zudem um eine ganzheitliche Betrachtung von Lebensmittelproduktion und ihrer Verteilung, er berücksichtigt ferner Kriterien der Regionalität und Saisonalität, versteht sich als fairer Partner der Landwirt:innen und Verarbeitenden und bemüht sich, über eine schmackhafte Zubereitung die herrschende Esskultur zu verändern. Dies schließt besonders die drastische Verringerung des Fleischverzehrs ein, wobei die Gremien des Kirchentages mit gutem Beispiel durch eine vegetarische Sitzungsverpflegung vorangehen.

Mit seiner Verpflegungsstrategie spart der Kirchentag schon jetzt jährlich etwa ein Drittel der CO2 -Emissionen im Vergleich zu einer „konventionellen“ Verpflegung ein.

Mobilität: Mit Bus und Bahn zum Kirchentag

Bereits seit 1981 gibt es beim Kirchentag ein integriertes ÖPNV-Ticket im Teilnehmendenausweis. So können Besuchende auf dem Kirchentag Veranstaltungsorte und Quartiere kostenfrei mit Bussen und Bahnen in der Kirchentagsregion erreichen. Eine gute Anbietung eines Ortes oder Quartiers an den ÖPNV gehört zu den Kriterien bei der Ortelesung. Neben dem integrierten ÖPNV-Ticket kamen in den letzten Jahren kamen zudem Kooperationen mit Fahrradanbietern hinzu. Sonderzüge zum Kirchentag und Busparkplätze führen dazu, dass eine Anreise mit dem PKW vermieden werden kann.

Im Fuhrpark des Kirchentages fährt seit 2022 ein E-Auto. E-Ladensäule an den Bürostandorten in Fulda und Fahrräder stehen Mitarbeitenden zur Verfügung.

Beschaffung und Logistik: Nachhaltige und soziale Beschaffung

Der Kirchentag hat Beschaffungsrichtlinien, die bei Ausschreibungen berücksichtigt werden. So werden Printprodukte auf 100 % Recyclingpapier gedruckt, ökologische Reinigungsmittel beschafft, GOTS-zertifizierte Textilien wie zum Beispiel das Helfenden-T-shirts aus Biobaumwolle gekauft, weitestgehend auf Produkte mit PVC verzichtet und bei Artikeln aus Holz auf eine FSC-Zertifizierung geachtet. Produkte sollen, wo möglich, aus Europa kommen. Oberstes Kriterium im Einkauf ist aber der bedarfsgerechte Einkauf unter dem Motto „Erst aufbrauchen – dann neu kaufen“ und eine gute Kalkulation von Mengen.
Das Ökumenische Logistikzentrum in Hünfeld betreibt der Kirchentag gemeinsam mit dem Katholikentag. Dies spart nicht nur Umzüge des Lagers zwischen den Kirchen- und Katholikentagsstädten, sondern führt zu weniger Flächenverbrauch und zur effizienteren Nutzung von  Materialien.

Müllvermeidung und Entsorgung: Weiterverwendung von Produkten mitdenken

Der Kirchentag versucht seit Jahren sein Abfallaufkommen zu reduzieren. An vielen Stellen wie in der Helfendenverpflegung, auf dem Abend der Begegnung und beim Biomarkt der Köstlichkeiten wird Pfandgeschirr genutzt, um Abfall zu vermeiden. Müllinseln zur Mülltrennung sind auf dem gesamten Veranstaltungsgebiet aufgestellt. Auch bei der Beschaffung wird auf wenig Verpackung wertgelegt. Beim Versand von Shop-Artikeln wird vorwiegend ökologisches Füllmaterial verwendet. Teils besteht es aus ökologischen Stoffen, teils ist es Füllmaterial und Kartonage, die der Kirchentag wieder verwendet.
Wichtig ist dem Kirchentag zudem bereits im Vorfeld über die Weiterverwendung oder Entsorgung nachzudenken: So werden Papphocker weiterverkauft, übriges Essen verspendet und Marketingprodukte teilweise upgecycelt.
Auch verfolgt der Kirchentag das Ziel eines „papierlosen Büros“. Über Jahre wurden immer mehr Arbeitsvorgänge digitalisiert, so dass es zu immer weniger Papierverbrauch in den Bürostandtorten des Kirchentages kommt.

Energie und Digitalisierung: Mit Ökostrom und Digitalisierung CO2 einsparen

An den Bürostandorten des Kirchentages sowie an allen möglichen Veranstaltungsorten bezieht der Kirchentag Ökostrom. Seinen eigenen Ökostrom gewinnt der Kirchentag durch eine Photovoltaikanlage auf dem Dach des Bürogebäudes in der Magdeburger Straße in Fulda. Zudem besitzt der Kirchentag Anteile an zwei Windkraftanlagen in Thüringen, die in den letzten Jahren im Schnitt zwischen 550.000 und 700.000 kWh Strom pro Jahr erzeugt haben.
Durch gezielte Digitalisierungsmaßnahmen verringert der Kirchentag seine CO2-Emissionen. Mit der Pandemie zeigte sich, wie gut zum Beispiel einige Sitzung auch digital stattfinden können und dadurch CO2-Emissionen verringert werden können. Dies wird nun für einen Teil der Sitzungen beibehalten.

Klimaanpassung: Extremwetterereignissen vorbereitet begegnen

Neben der Reduktion von Umweltauswirkungen zur Eindämmung des Klimawandels stellt sich der Kirchentag seinen Folgen, die bereits auch in Deutschland zu sehen sind und Auswirkungen auf die Planungen und Durchführung einer Großveranstaltung haben. Hitze, Starkregen, Sturm und Gewitter, mit denen aufgrund der Klimaänderung häufiger und verstärkt zu rechnen ist, begegnen wir durch präventive Maßnahmen wie Wettermonitoring, ein vorheriges Schattenassessment, Trinkwasserstellen, kühlere Räume für vulnerable Gruppen, helle Ausstellungsstücke, Berücksichtigung von Windschneisen bei temporären Bauten und vielem mehr.

Kommunikation: Über mehr Umwelt- und Klimaschutz diskutieren

Der Kirchentag ist eine große Bildungsveranstaltung und bietet gerade auch zu Umweltthemen ein Debattenforum zu den drängenden Fragen unserer Zeit. Auf Kirchentagen werden auf Podien, in Workshop und Führungen und mit Ausstellungen Ideen zur sozial-ökologischen Transformation, Artenschutz und Klimagerechtigkeit vorgestellt und diskutiert.

Darüber hinaus möchte der Kirchentag neue Wege zur nachhaltigen Vorbereitung und Gestaltung eines Großevents kommunizieren und darüber informieren. Der Kirchentag möchte Mitarbeitende, Ehrenamtliche, Dienstleister:innen und Teilnehmende für mehr Umweltschutz begeistern. Denn nur gemeinsam können wir einen umwelt- und klimafreundlichen Kirchentag durchführen.

Umweltpolitik

Die Leitlinie unseres Umweltengagement ist die Umweltpolitik. Diese setzt den Rahmen für Ziel und Weg unserer Umweltarbeit.

Umweltengagement beim Kirchentag bedeutet:

  • Das Umweltengagement betrifft alle Ebenen: Von der Planung des Programm bis Organisation der Veranstaltung, von den Teilnehmenden bis zu den Leitungsgremien.
  • Zu erwartende Umweltauswirkungen werden mit in Entscheidungen einbezogen.
  • Der Kirchentag will neue, nachhaltige Wege zur Vorbereitung und Gestaltung eines Großevents auszuprobieren und über die Veranstaltung hinaus wirken und so gemeinsam mit allen Beteiligten einen umwelt- und klimafreundlichen Kirchentag durchführen.

EMAS

Unser Umweltengagement lassen wir uns zertifizieren. Mit dem europäischen Eco-Management and Audit Scheme (EMAS) weisen wir kontinuierlich unsere Weiterentwicklung der Umweltarbeit nach. Dabei war der Kirchentag 2007 die erste Großveranstaltung, die sich über EMAS zertifizieren ließ.

Um unsere Verbesserungen im Umweltengagement nachweisen zu können, schreiben wir Umwelterklärungen.
Hier gehts zur Umwelterklärung aus Dortmund.

Nachhaltige Logistik und Mobilität bei Großveranstaltungen (LogMob)

Das Projekt setzt mit einem integrierten, zukunftsfähigen Logistik- und Mobilitätskonzept Impulse für die Mobilitätswende von Großveranstaltungen. Das Projekt hat zum Ziel Verkehr zu vermeiden, zu verlagern und verträglicher abzuwickeln und damit über ein Fünftel an CO2-Emissionen im Mobilitätsbereich zu sparen. Damit dies gelingt, sollen verschiedenen integrierte Verkehrsmaßnahmen im Bereich Personenmobilität und Logistik erprobt werden, wie beispielsweise die Umstellung der Fahrdienste auf E-Autos, ein LogMob-Studio um Anreisen zu Verringern oder die vermehrte Bereitstellung digitaler Informationen. 

zum Projekt

Gläsernes Restaurant

Das Gläserne Restaurant des Kirchentages beweist, dass sich ökologisch sinnvolle Ernährung und stilvoller Genuss nicht ausschließen. Wir kochen saisonal, regional, ökologisch angebaut und fair gehandelt!

Das Gläserne Restaurant ist ein wiederkehrendes Projekt auf jedem Kirchentag. Gleichzeitig ist es Erprobungsraum für Köch:innen, denn neben dem Verpflegungsangebot für Teilnehmende ist ein Fortbildungstag zum Einsatz ökologischer Produkte in der Großküche integriert.

Für jeden Kirchentag werden neue Rezepte entwickelt. Appetit bekommen? Hier geht es zum Kochbuch aus Dortmund.

Umweltprojekte

Klimaanpassung, Komposttoiletten, Lastenräder, klimaeffiziente Verpflegung, etc. – hier geht es weiter zu bereits abgeschlossenen Umweltprojekten.

Stabsstelle Umwelt

Jana Rottmann
Tel.: +49 661 96648 - 183
j.rottmann(at)kirchentag.de

Barrierefreiheit & Inklusion

Der Kirchentag lädt alle ein! Alle? Alle!

Mehr

Programm

Umweltschutz & Nachhaltigkeit sind auch auf den Kirchentags-Bühnen präsent.

Mehr

Bildung & Mitbestimmung

Mit partizipativen und interaktiven Formaten bringt Kirchentag Menschen zusammen

Mehr