Losung

Event & Bewegung

Die Losung ist der Leitgedanke eines Kirchentages.

Sie entstammt in der Regel einem Bibelzitat und ist gleichzeitig Zeitansage – bildet eine Brücke zu den aktuellen Themen und Fragen von heute. Die Losung spannt den inhaltlichen roten Faden durch die Programmpunkte und ist impulsgebend für die Veranstaltungen des Kirchentages.

Über die Losung entscheidet das Präsidium unter Beteiligung der Präsidialversammlung. Mit dem Beschluss der Losung beginnen die inhaltlichen Planungen für das Programm des Kirchentages.

Übersicht Losung und Texte

Eröffnungsgottesdienst Markus 1,14-15 Es ist höchste Zeit
Schlussgottesdienst Prediger 3,1-8 Alles hat seine Zeit
Ökumenischer Gottesdienst 2 Timotheus 4,1-5 Rede zur Zeit oder zur Unzeit
Bibelarbeit Donnerstag Johannes 2,1-12 Meine Stunde ist noch nicht da
Bibelarbeit Freitag 1 Mose 50,15-21 Was jetzt am Tage ist
Bibelarbeit Samstag Lukas 17,20-25 Die Zeit wird kommen
Feierabendmahl Jesaja 49,8-10 Jetzt ist die Zeit der Gnade
Kirchentagspsalm Psalm 31,15-25 In Deiner Hand ruht meine Zeit

Eröffnungsgottesdienst: Markus 1,14-15

Es ist höchste Zeit

14Nachdem aber Johannes überantwortet war, kam Jesus nach Galiläa und predigte das Evangelium Gottes 15und sprach: Die Zeit ist erfüllt, und das Reich Gottes ist nahe herbeigekommen. Tut Buße und glaubt an das Evangelium!

Schlussgottesdienst: Prediger 3,1-8

Alles hat seine Zeit

1Ein jegliches hat seine Zeit, und alles Vorhaben unter dem Himmel hat seine Stunde: 2Geboren werden hat seine Zeit, sterben hat seine Zeit; pflanzen hat seine Zeit, ausreißen, was gepflanzt ist, hat seine Zeit; 3töten hat seine Zeit, heilen hat seine Zeit; abbrechen hat seine Zeit, bauen hat seine Zeit; 4weinen hat seine Zeit, lachen hat seine Zeit; klagen hat seine Zeit, tanzen hat seine Zeit; 5Steine wegwerfen hat seine Zeit, Steine sammeln hat seine Zeit; herzen hat seine Zeit, aufhören zu herzen hat seine Zeit; 6suchen hat seine Zeit, verlieren hat seine Zeit; behalten hat seine Zeit, wegwerfen hat seine Zeit; 7zerreißen hat seine Zeit, zunähen hat seine Zeit; schweigen hat seine Zeit, reden hat seine Zeit; 8lieben hat seine Zeit, hassen hat seine Zeit; Streit hat seine Zeit, Friede hat seine Zeit.

Ökumenischer Gottesdienst: 2 Timotheus 4,1-5

Rede zur Zeit oder zur Unzeit!

1So ermahne ich dich inständig vor Gott und Christus Jesus, der richten wird die Lebenden und die Toten, und bei seiner Erscheinung und seinem Reich: 2Predige das Wort, stehe dazu, es sei zur Zeit oder zur Unzeit; weise zurecht, drohe, ermahne mit aller Geduld und Lehre. 3Denn es wird eine Zeit kommen, da sie die heilsame Lehre nicht ertragen werden; sondern nach ihrem eigenen Begehren werden sie sich selbst Lehrer aufladen, nach denen ihnen die Ohren jucken, 4und werden die Ohren von der Wahrheit abwenden und sich den Fabeln zukehren. 5Du aber sei nüchtern in allen Dingen, leide willig, tu das Werk eines Predigers des Evangeliums, erfülle redlich deinen Dienst.

Bibelarbeit Do: Johannes 2,1-12

Meine Stunde ist noch nicht da

1Und am dritten Tage war eine Hochzeit zu Kana in Galiläa, und die Mutter Jesu war da. 2Jesus aber und seine Jünger waren auch zur Hochzeit geladen. 3Und als der Wein ausging, spricht die Mutter Jesu zu ihm: Sie haben keinen Wein mehr. 4Jesus spricht zu ihr: Was habe ich mit dir zu schaffen, Frau? Meine Stunde ist noch nicht gekommen. 5Seine Mutter spricht zu den Dienern: Was er euch sagt, das tut. 6Es standen aber dort sechs steinerne Wasserkrüge für die Reinigung nach jüdischer Sitte, und in jeden gingen zwei oder drei Maß. 7Jesus spricht zu ihnen: Füllt die Wasserkrüge mit Wasser! Und sie füllten sie bis obenan. 8Und er spricht zu ihnen: Schöpft nun und bringt’s dem Speisemeister! Und sie brachten’s ihm. 9Als aber der Speisemeister den Wein kostete, der Wasser gewesen war, und nicht wusste, woher er kam – die Diener aber wussten’s, die das Wasser geschöpft hatten –, ruft der Speisemeister den Bräutigam 10und spricht zu ihm: Jedermann gibt zuerst den guten Wein und, wenn sie trunken sind, den geringeren; du aber hast den guten Wein bis jetzt zurückgehalten. 11Das ist das erste Zeichen, das Jesus tat. Es geschah zu Kana in Galiläa, und er offenbarte seine Herrlichkeit. Und seine Jünger glaubten an ihn. 12Danach zog er hinab nach Kapernaum, er, seine Mutter, seine Brüder und seine Jünger, und sie blieben nur wenige Tage dort.

Bibelarbeit Fr: 1.Mose 50,15-21

Was jetzt am Tage ist

15Die Brüder Josefs aber fürchteten sich, als ihr Vater gestorben war, und sprachen: Josef könnte uns gram sein und uns alle Bosheit vergelten, die wir an ihm getan haben. 16Darum ließen sie ihm sagen: Dein Vater befahl vor seinem Tode und sprach: 17So sollt ihr zu Josef sagen: Vergib doch deinen Brüdern die Missetat und ihre Sünde, dass sie so übel an dir getan haben. Nun vergib doch diese Missetat uns, den Dienern des Gottes deines Vaters! Aber Josef weinte, als man ihm solches sagte. 18Und seine Brüder gingen selbst hin und fielen vor ihm nieder und sprachen: Siehe, wir sind deine Knechte. 19Josef aber sprach zu ihnen: Fürchtet euch nicht! Stehe ich denn an Gottes statt? 20Ihr gedachtet es böse mit mir zu machen, aber Gott gedachte es gut zu machen, um zu tun, was jetzt am Tage ist, nämlich am Leben zu erhalten ein großes Volk. 21So fürchtet euch nun nicht; ich will euch und eure Kinder versorgen. Und er tröstete sie und redete freundlich mit ihnen.

Bibelarbeit Sa: Lukas 17,20-25

die Zeit wird kommen

20Als er aber von den Pharisäern gefragt wurde: Wann kommt das Reich Gottes?, antwortete er ihnen und sprach: Das Reich Gottes kommt nicht mit äußeren Zeichen; 21man wird auch nicht sagen: Siehe, hier!, oder: Da! Denn sehet, das Reich Gottes ist mitten unter euch. 22Er sprach aber zu den Jüngern: Es wird die Zeit kommen, in der ihr begehren werdet, zu sehen einen der Tage des Menschensohns, und werdet ihn nicht sehen. 23Und sie werden zu euch sagen: Siehe, da!, oder: Siehe, hier! Geht nicht hin und lauft nicht hinterher! 24Denn wie der Blitz aufblitzt und leuchtet von einem Ende des Himmels bis zum andern, so wird der Menschensohn an seinem Tage sein. 25Zuvor aber muss er viel leiden und verworfen werden von diesem Geschlecht.

Feierabendmahl: Jesaja 49,8-10

Jetzt ist die Zeit der Gnade

8So spricht der Herr: Ich habe dich erhört zur Zeit der Gnade und habe dir am Tage des Heils geholfen und habe dich bereitet und zum Bund für das Volk bestellt, dass du das Land aufrichtest und das verwüstete Erbe zuteilst, 9zu sagen den Gefangenen: Geht heraus!, und zu denen in der Finsternis: Kommt hervor! Am Wege werden sie weiden und auf allen kahlen Höhen ihre Weide haben. 10Sie werden weder hungern noch dürsten, sie wird weder Hitze noch Sonne stechen; denn ihr Erbarmer wird sie führen und sie an die Wasserquellen leiten.

Kirchentagspsalm: Psalm 31,15-25

In Deiner Hand ruht meine Zeit

15Ich aber, Herr, hoffe auf dich und spreche: Du bist mein Gott! 16Meine Zeit steht in deinen Händen. Errette mich von der Hand meiner Feinde und von denen, die mich verfolgen. 17Lass leuchten dein Antlitz über deinem Knecht; hilf mir durch deine Güte! 18Herr, lass mich nicht zuschanden werden; denn ich rufe dich an. Die Frevler sollen zuschanden werden und verstummen im Totenreich. 19Verstummen sollen die Lügenmäuler, die da reden wider den Gerechten frech, stolz und höhnisch. 20Wie groß ist deine Güte, Herr, die du bewahrt hast denen, die dich fürchten, und erweisest vor den Menschen denen, die auf dich trauen! 21Du birgst sie im Schutz deines Angesichts vor den Rotten der Leute, du verbirgst sie in der Hütte vor den zänkischen Zungen. 22Gelobt sei der Herr; denn er hat seine wunderbare Güte mir erwiesen in einer festen Stadt. 23Ich sprach wohl in meinem Zagen: Ich bin von deinen Augen verstoßen. Doch du hörtest die Stimme meines Flehens, als ich zu dir schrie. 24Liebet den Herrn, alle seine Heiligen! Die Gläubigen behütet der Herr und vergilt reichlich dem, der Hochmut übt. 25Seid getrost und unverzagt alle, die ihr des Herrn harret!

Dortmund 2019

Präsident Hans Leyendecker und Generalsekretärin Julia Helmke präsentieren die Losung des 37. Deutschen Evangelischen Kirchentages.

Berlin - Wittenberg 2017

Präsidentin Christina Aus der Au (Mitte) mit der Generalsekretärin Ellen Ueberschär (rechts) und dem Bischof der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz Markus Droege (links)

Stuttgart 2015

Präsident Andreas Barner (Mitte) mit der Generalsekretärin Ellen Ueberschär (rechts) und dem Landesbischof der Evangelischen Landeskirche in Württemberg Frank Otfried July (links)

Hamburg 2015

Präsident Gerhard Robbers (Mitte) mit Bischöfin Kirsten Fehrs (links) und Generalsekretärin Ellen Ueberschär (rechts)

Dresden 2011

Präsidentin Katrin Göring-Eckardt (links), Jochen Bohl, Landesbischof der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens, und Generalsekretärin Ellen Ueberschär (rechts)