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Losung

Event & Bewegung

Die Losung ist der Leitgedanke eines Kirchentages.

Sie entstammt in der Regel einem Bibelzitat und ist gleichzeitig Zeitansage – bildet eine Brücke zu den aktuellen Themen und Fragen von heute. Die Losung spannt den inhaltlichen roten Faden durch die Programmpunkte und ist impulsgebend für die Veranstaltungen des Kirchentages.

Über die Losung entscheidet das Präsidium unter Beteiligung der Präsidialversammlung. Mit dem Beschluss der Losung beginnen die inhaltlichen Planungen für das Programm des Kirchentages.

Zugleich finden sich Theolog:innen zusammen, deren Fachgebiet die Auslegung biblischer Texte ist. Sie erarbeiten eine Sammlung von acht Bibeltexten, die die Losung interpretieren, welche anschließend neu übersetzt werden. Dabei gilt es, der hebräischen oder griechischen Originalfassung gerecht zu werden, Männer wie Frauen gleichermaßen sichtbar zu machen, den jüdisch-christlichen Dialog zu respektieren sowie verständlich und eingängig zu formulieren.

Der Kirchentag ist bestrebt, möglichst inklusiv zu sein. Dazu gehört auch, Leichte Sprache hörbar und sichtbar zu machen.
Diese Übertragungen werden abschließend von Menschen mit Lernschwierigkeiten geprüft.

Mehr zur aktuellen Losung

Bibeltexte

für den Kirchentag 2027 in Düsseldorf

Losung Du bist kostbar (Jesaja 43,4)
Eröffnungsgottesdienst Jesaja 43,1-7
Schlussgottesdienst Matthäus 19,13-15
Ökumenischer Gottesdienst Markus 14,3-9
Bibelarbeit am Donnerstag Matthäus 6,25-34
Bibelarbeit am Freitag Hohelied 8,6-7
Bibelarbeit am Samstag 1. Petrus 2,4-7
Feierabendmahl Kohelet 9,7-10
Kirchentagspsalm Psalm 104,1-15

Eröffnungsgottesdienst: Jesaja 43,4-7

1 Jetzt spricht die EINE,
die dich, Jakob, geschaffen und dich, Israel, geformt hat:
„Fürchte dich nicht! Ich habe dich freigekauft.
Deinen Namen habe ich gerufen – du bist mein!
2 Wenn du durch Wasser gehen musst – ich bin mit dir.
Flüsse überfluten dich nicht.
Wenn du durch Feuer gehen musst, verglühst du nicht.
Die Flamme verbrennt dich nicht.
3 Ja, ich bin die EINE, deine Gottheit,
die Heilige Israels, deine Hilfe.
Ägypten habe ich im Austausch für dich gegeben,
Kusch und Saba an deiner Stelle.
4 Du bist kostbar in meinen Augen,
du bist wertvoll, und ich liebe dich.
Ich gebe Menschen an deiner Stelle,
und Länder im Austausch für dein Leben.
5 Fürchte dich nicht!
Ich bin mit dir.
Aus dem Osten bringe ich deine Nachkommen,
aus dem Westen werde ich dich holen.
6 Zum Norden sage ich: Gib sie raus!
Zum Süden: Halt sie nicht fest!
Bring meine Söhne aus der Ferne,
meine Töchter vom Ende der Erde.
7 Alle, die in meinen Namen hineingerufen sind:
zu meiner Ehre habe ich sie geschaffen,
geformt habe ich sie,
ja, ich habe sie gemacht.“

Schlussgottesdienst: Matthäus 19,13-15

13 Dann wurden Straßenkinder zu Jesus gebracht, damit er ihnen die Hände auflegt und sie segnet. Die von ihm Lernenden wiesen sie barsch ab. 14 Jesus widersprach: Lasst die Kinder! Haltet sie nicht davon ab, zu mir zu kommen! Ihnen gehört doch Gottes gerechte Welt. 15 Und er legte ihnen die Hände auf. Da ging er weiter.

Ökumenischer Gottesdienst: Markus 14,3-9

3 Jesus war in Bethanien in Simons Haus, den alle mieden, weil er eine Hautkrankheit hatte. Trotzdem legte er sich bei ihm zu Tisch. Eine Frau trat heran, die einen Flacon mit echtem, kostbarem Salböl bei sich hatte. Sie brach den Verschluss auf und goss das Öl über Jesu Kopf. 4 Einige reagierten empört: „Was soll das, dieses Öl so zu verschwenden? 5 So ein Öl hätten wir für mehr als 300 Denare verkaufen und das Geld den Armen geben können.“ Sie fuhren die Frau heftig an. 6 Jesus sagte: „Lasst sie! Warum macht ihr sie fertig? Sie hat etwas Gutes für mich getan. 7 Arme habt ihr immer bei euch. Wann immer ihr wollt, könnt ihr ihnen Gutes tun. Mich dagegen habt ihr nicht immer bei euch. 8 Alles, was ihr möglich war, hat sie getan. Noch vor meiner Bestattung hat sie meinen Körper gesalbt. 9 Amen, so ist es richtig, so soll es sein. Überall, in der ganzen Welt, wo die gute Nachricht verkündet wird, da wird auch davon erzählt, was sie getan. Damit wird an sie erinnert.

Bibelarbeit am Donnerstag: Matthäus 6,25-34

25 Sorgt euch nicht um euer Leben. Lasst euch nicht von den Sorgen um Essen und Trinken bestimmen. Sorgt euch nicht um euren Körper. Lasst euch nicht von den Sorgen um Kleidung bestimmen. Ist das Leben nicht wichtiger als Essen und Trinken? Ist der Körper nicht wichtiger als Kleidung? 26 Achtet auf die Vögel des Himmels und nehmt wahr: Sie säen nicht, sie ernten nicht, sie sammeln nicht in Scheunen. Und die schöpfende Kraft, euer Gott, ernährt sie! Seid ihr nicht kostbarer als sie? 27 Egal wie gut ihr sorgt und plant, könnt ihr damit euer Leben auch nur ein bisschen verlängern? 28 Und eure Kleidung:  Was sorgt ihr euch? An den Feldblumen nehmt euch ein Beispiel. Wie sie wachsen: Sie schuften nicht, sie spinnen keinen Faden. 29 Ich sage euch: Nicht mal Salomo war so prächtig gekleidet wie eine von diesen. 30 Wenn Gott die Gräser des Feldes so kleidet, obwohl sie heute dastehen und morgen in den Ofen geworfen werden, warum habt ihr dann so wenig Vertrauen, dass Gott für euch sorgt? 31 Sorgt euch also nicht, fragt nicht: „Was sollen wir essen?“ „Was sollen wir trinken?“ „Was sollen wir anziehen?“ 32 Davon lassen sich Leute bestimmen, die Gott nicht vertrauen. Denn die schöpfende Kraft, euer Gott, weiß, was ihr alles braucht. 33 Sucht vor allem nach Gottes Gegenwart und Gerechtigkeit. Alles andere wird euch gegeben. 34 Sorgt euch nicht um morgen. Morgen wird für sich selbst sorgen. Heute ist es schwer genug.

Bibelarbeit am Freitag: Hohelied 8,6-7

6 Drück mich wie ein Siegel auf dein Herz,
wie ein Siegel auf deinen Arm,
denn mächtig wie der Tod ist die Liebe,
unerbittlich wie das Schattenreich ist die Eifersucht.
Ihre Blitze sind Feuerblitze – göttliche Flammen.
7 Wassermassen können die Liebe nicht löschen,
Fluten sie nicht fortschwemmen.
Wer allen Reichtum für die Liebe ausgibt,
macht sich lächerlich, einfach nur lächerlich.

Bibelarbeit am Samstag: 1. Petrus 2,4-7

4 Stellt euch an die Seite des Messias, des lebendigen Steins, von Menschen verworfen, vor Gott jedoch ausgesucht kostbar. 5 Werdet selbst lebendige Steine. Lasst euch aufbauen als ein Haus, erfüllt von Geistkraft, zu einer heiligen Priesterschaft, die geisterfüllte Gaben darbringt. Gott nimmt diese Gaben wertschätzend an, weil sie aus dem Vertrauen auf den Messias Jesus kommen. 6 Deshalb steht in der Schrift: „Schaut hin, ich setze einen Stein in Zion, der alles trägt, ausgewählt und kostbar, und wer auf ihn vertraut, wird nicht erniedrigt.“ 7 Ihr vertraut auf Gott, für euch hat er hohen Wert. Denen dieses Vertrauen fehlt, ist gesagt: „Der Stein, den die Bauleute verworfen haben, ist zum Grundstein geworden.“

Feierabendmahle: Kohelet 9,7-10

7 Komm, iss mit Freude dein Brot 
und trinke mit fröhlichem Herzen deinen Wein. 
Ja, Gott gefällt schon lange, was du tust.
8 Zu jeder Zeit sollen deine Kleider strahlen, 
an Salböl für deinen Kopf soll es dir nie fehlen.
9 Genieß das Leben mit dem Menschen, den du liebst,
an allen Tagen deines vergehenden Lebens, 
das Gott dir schenkt, unter der Sonne, 
an allen Tagen deines vergehenden Lebens.
Das ist deins in deinem harten Leben,
in dem du dich abmühst unter der Sonne. 
10 Alles, was deine Hände tun können, 
das tu, so gut du kannst.
Denn im Totenreich, in das du gehst,
gibt es kein Tun und keine Einsicht, 
kein Erkennen und keine Weisheit.

Kirchentagspsalm und Tagzeitengebete: Psalm 104,1-15

1 Segne die EINE, du mein Atem,
Du EINE, meine Gottheit, wie groß du bist!
Prächtig und feierlich kleidest du dich.
2 Hüllst dich in Licht wie in einen Mantel,
spannst den Himmel aus wie ein Zelt!
3 Die hoch im Wasser ihre Wohnung zimmert,
dunkle Wolken zu ihrem Wagen macht,
auf den Flügeln des Windes wandert.
4 Winde macht sie zu ihren Botinnen,
Feuerflammen sich zu Diensten.
5 Eingelassen hat sie die Erde in ihr Fundament,
so dass sie nicht wankt – nie und nimmer.
6 Urflut bedeckte sie wie ein Kleid,
über den Bergen stehen die Wasser.
7 Vor deinem Brüllen ergreifen sie die Flucht,
vor deinem Donnerhall jagen sie davon.
8 Die Berge hinauf steigen sie, 
fließen hinab in die Täler –
an den Ort, den du für sie bestimmt hast.
9 Eine Grenze hast du ihnen gezogen,
die können sie nicht überqueren.
Sie kehren nicht zurück,
um die Erde zu bedecken.
10 Quellen schickt sie in die Täler,
zwischen den Bergen laufen sie dahin,
11 tränken alle Tiere in der Wüste.
Wildesel löschen ihren Durst.
12 Über ihnen wohnen die Vögel des Himmels,
sie lassen ihr Zwitschern hören aus den Zweigen.
13 Die Berge tränkt sie aus ihrer hohen Wohnung,
von der Frucht deines Tuns wird die Erde satt.
14 Gras lässt sie wachsen für das Vieh
und Pflanzen zur Bearbeitung durch die Menschen,
damit sie Brot aus der Erde hervorbringen
15 und Wein, der das menschliche Herz erfreut,
Gesichter glänzen lässt wie von Öl,
und Brot, das die menschliche Kraft erhält.

Düsseldorf 2027

(v.l.n.r.): Kirchentagspräsident Torsten Zugehör und Generalsekretärin Kristin Jahn.

Hannover 2025

(v.l.n.r.): Generalsekretärin Kristin Jahn, Landesbischof Ralf Meister, Kirchentagspräsidentin Anja Siegesmund und Oberbürgermeister Belit Onay.

Nürnberg 2023

Präsident Thomas de Maizière (2v.r.) mit Regionalbischöfin Elisabeth Hann von Weyhern (Mitte), Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm (2 v.l.), Oberbürgermeister Marcus König (links) und Bettina Limperg(rechts).

Dortmund 2019

Präsident Hans Leyendecker und Generalsekretärin Julia Helmke präsentieren die Losung des 37. Deutschen Evangelischen Kirchentages.

Berlin Wittenberg 2017

Präsidentin Christina Aus der Au (Mitte) mit der Generalsekretärin Ellen Ueberschär (rechts) und dem Bischof der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz Markus Droege (links)

Stuttgart 2015

Präsident Andreas Barner (Mitte) mit der Generalsekretärin Ellen Ueberschär (rechts) und dem Landesbischof der Evangelischen Landeskirche in Württemberg Frank Otfried July (links)

Hamburg 2013

Präsident Gerhard Robbers (Mitte) mit Bischöfin Kirsten Fehrs (links) und Generalsekretärin Ellen Ueberschär (rechts)

Dresden 2011

Präsidentin Katrin Göring-Eckardt (links), Jochen Bohl, Landesbischof der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens, und Generalsekretärin Ellen Ueberschär (rechts)