Podiumsdiskussion „Upload Menschenrechte“

Podium

Wie frei ist das Internet und wie frei soll es sein? Darüber haben sich vier Teilnehmer:innen auf einem Podium im Zentrum der Menschenrechte unterhalten.

Über das Thema diskutierten Anna-Lena von Hodenberg, Mitbegründerin von HateAid, Volker Jung, Medienbischof der EKD, Renate Künast, Bundestagsabgeordnete für Bündnis 90/Die Grünen und Aktivistin Paula Kanzleiter. Die Teilnehmer:innen machten sich während der Podiumsdiskussion für mehr Rechte im digitalen Raum stark. Außerdem legten sie den Schwerpunkt ihres Gesprächs auf das Verhältnis zwischen Meinungsfreiheit im Bezug zu Persönlichkeitsrechten und Menschenwürde.

Paula Kanzleiter erklärte: „Es braucht Kraft seine Meinung zu sagen.“ Schon eine unverfängliche Frage nach einem der letzten globalen Klimastreiks, die sie in den sozialen Medien stellte, habe zu Morddrohungen gegen die Aktivistin geführt. Kanzleiter meinte, dass man Hass im Netz nicht einzelnen Bürger:innen auflasten sollte.

Anna-Lena von Hodenberg arbeitet für HateAid, eine gemeinnützige Organisation für Menschenrechte im Netz. In ihrer Arbeit hat sie gelernt, dass es wenige Menschen brauche, um viel Hass im Netz zu erzeugen. Sie appellierte an Betroffene diese Vorfälle konsequent anzuzeigen.

"Die Zukunft der Demokratie wird im Netz entschieden", stellte die Bundestagsabgeordnete Renate Künast fest. Was analog bestraft werde, solle auch digital bestraft werden.

Medienbischof Volker Jung stimmte in den meisten Punkten zu, gab aber zu bedenken, dass man nicht zu viel regulieren dürfe. Auch Paula Kanzleiter machte auf die Gefahren des Datensammelns aufmerksam.

Die Diskussion endete mit den Worten von Kanzleiter: "Demokratie ist etwas, dass wir jeden Tag leben. Das gilt auch fürs Netz."

Anschließend lasen Menschen aus dem Publikum sogenannte Blitzlichter vor. Die Texte handelten von der Nutzung des Internets und Social Media in anderen Ländern. Vor allem wurde in den Aussagen die Nutzung des Internets zur Unterdrückung thematisiert.

Danach nutzte das Publikum die geschenkte Minute des Präsidentenprojektes, um über die Texte nachzudenken. Zum Schluss diskutierten die Podiumsteilnehmer:innen noch über Fragen aus dem Publikum.

Ein Beitrag von Stefanie Trimmel, Philipp Mattes und Vincent Poschenrieder

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