Schicken wir ein Schiff

Resolutionen

15 Resolutionen beim Dortmunder Kirchentag eingereicht - zehn wurden angenommen

Runde Sache: Seit 50 Jahren gibt es Resolutionen beim Kirchentag als Mittel bürgerschaftlichen Engagements. Und dieses wurde im Jubiläumsjahr beim Kirchentag in Dortmund besonders intensiv genutzt: Insgesamt 15 Resolutionen wurden in den Veranstaltungen des Großereignisses eingereicht – zehn wurden angenommen.

Die Themen reichen von der Forderung nach einer gerechten und nachhaltigen Bodenordnung über „Schritte für mehr Tierschutz“ bis zu der Resolution „Schicken wir ein Schiff“, die u.a. der Europa-Politiker Sven Giegold eingebracht hatte. Die Forderung: Die Evangelische Kirche soll selbst ein Rettungsschiff ins Mittelmeer schicken, selbst aktiv werden und im Mittelmeer Flagge zeigen. Es genüge nicht mehr, die Arbeit der NGOs bei der Seenotrettung finanziell zu unterstützen. 

Mario Zeißig, Referent für das thematische Programm des Kirchentages, begrüßt das hohe Engagement der Teilnehmenden: „Die große Zahl und Vielfalt der verabschiedeten Resolutionen zeigen: Der Kirchentag ist ein Ort für basisdemokratische Prozesse.“ Hochrangigen Verantwortliche aus den Bereichen Kirche und Politik sind direkt ansprechbar und erhöhen die Wahrnehmbarkeit der jeweiligen Anliegen. 

Seit wann gibt es Resolutionen beim Kirchentag?
Im Nachgang von Protesten auf dem Stuttgarter Kirchentag 1969 waren Resolutionen in den siebziger und achtziger Jahren ein gern genutztes Mittel der Kirchentagsteilnehmenden, um gegen gesellschaftliche Missstände zu protestieren. Im Digital-Zeitalter hat das Instrument in Form von Online Petitionen wieder stark an Bedeutung gewonnen.

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