Nachhaltige Veränderungen schaffen

Umwelt

Mit dem Projekt LogMob setzt sich der Kirchentag neue Klimaziele – und bereitet dazu sein haupt- und ehrenamtliches Team auf große Umstellungen vor.

Mit dem vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz geförderten Projekt "LogMob" (Nachhaltige Logistik und Mobilität bei Großveranstaltungen) will der Kirchentag 2023 ein Viertel an CO2-Emissionen im Bereich Mobilität einsparen. Die vielen bislang eigenständigen Klimaschutzmaßnahmen werden mit dem Projekt LogMob in einem integrierten Verkehrsmanagement zusammengeführt - ein Novum im Bereich der Veranstaltungsorganisation. Für die haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitenden des Kirchentages fanden zusätzliche Mobilitätsschulungen statt, um das Thema weiter in sämtlichen Arbeits- und Organisationsprozessen zu verankern.

"Wir wollen mit LogMob neue Klimaschutzstandards in der Veranstaltungsbranche setzen", erklärte Stephan Menzel, kaufmännischer Vorstand des Kirchentages. "Nachhaltige Veränderungen funktionieren aber nur von Grund auf. Es ist wichtig, dass unser komplettes Team versteht, warum ein Umdenken in Mobilität und Logistik notwendig ist und was jede und jeder einzelne von uns dazu beitragen kann."

Während eines Mobilitätstages in Fulda im vergangenen Jahr konnten hauptamtliche Mitarbeiter:innen nachhaltige Fahrzeuge (darunter mehrere Lastenräder und Pedelecs, sowie ein E-Roller und ein E-Auto) testen und mit Prof. Dr.-Ing. Helmut Holzapfel vom Zentrum für Mobilitätskultur Kassel über die Mobilitätswende diskutieren. Für die Ehrenamtlichen, die während des Kirchentages die Bereiche Verpflegung, Lager, Fahrbereitschaft und Fahrradkuriere organisieren, folgte eine weitere Schulung im Februar 2023 – dabei ging es vor allem um die Frage, wie sich Fahrtwege mit guter Planung und technischen Hilfsmitteln verkürzen, optimieren oder sogar komplett vermeiden lassen. Auch während des Kirchentages im Juni sind Veranstaltungen zum Projekt LogMob geplant – sowohl für Fachpublikum als auch für die interessierte Allgemeinheit.

Insgesamt sollen mit dem LogMob-Konzept beim Kirchentag in Nürnberg im Bereich Mobilität rund 23 Prozent an CO2-Emissionen (verglichen mit den errechneten Durchschnittswerten der Kirchentage Stuttgart, Berlin und Dortmund) eingespart werden - gemäß EMAS Umweltbericht entspricht das etwa 1.365 Tonnen CO2-Äquivalenten. Nach dem Kirchentag im Juni 2023 werden die Ergebnisse evaluiert und auf ihrer Grundlage ein neuer, zukunftsfähiger Standard für Logistik- und Mobilitätskonzepte bei Großveranstaltungen erstellt.

Teilen