Schutz und Fürsorge

Deutscher Evangelischer Kirchentag

Mit diesem Schutz- und Fürsorgekonzept veröffentlicht der Deutsche Evangelische Kirchentag Strategien zur Prävention von sexualisierter Diskriminierung und Gewalt.
Wir machen hiermit darauf aufmerksam, dass in diesem Konzept Diskriminierung und Gewalt dargestellt werden. Dies geschieht durch Reproduktion diskriminierender Verhältnisse sowie Beschreibungen von Übergriffen.
Sexualisierte Diskriminierung und Gewalt stehen hierbei oftmals im direkten Bezug zu Verständnissen von geschlechtlichen und sexuellen Identitäten, welche nicht alle Menschen(-gruppen) repräsentieren. Mit der Verwendung einer möglichst gendergerechten Sprache soll auf die Vielfalt geschlechtlicher und sexueller Identitäten aufmerksam gemacht werden

Der Deutscher Evangelische Kirchentag wird ein sicherer Raum, wenn alle Beteiligten auf dieses Thema achten und es sich zu eigen machen.

Beim Deutschen Evangelischen Kirchentag sollen alle Menschen…

  • gerecht behandelt werden. Niemand hat das Recht, zu drohen oder Angst zu machen. Egal, ob mit Blicken, Worten, Bildern oder Taten. Niemand darf erpresst, ausgegrenzt, abwertend behandelt oder geschlagen werden.
  • selbst bestimmen, wann, wo und von wem sie fotografiert oder gefilmt werden.
  • selbst bestimmen, wie nahe sie jemandem wann, wie und wo kommen. Niemand darf gegen den eigenen Willen berührt, massiert, gestreichelt oder geküsst werden. Oder gedrängt werden, dies mit jemand anderem zu tun.
  • das Recht haben „NEIN“ zu sagen und sich zu wehren, wenn jemand ihre Gefühle oder die von anderen verletzt. „NEIN“ sagen gilt mit Blicken, Worten oder durch Körperhaltung.
  • nicht mitmachen, wenn ihnen etwas Angst macht, sie etwas eklig finden oder sie sich unwohl dabei fühlen.
  • Unterstützung bei anderen holen. Wenn sich jemand unwohl fühlt oder es jemandem schlecht geht, ist Hilfe holen wichtig!

In diesem Konzept werden verschiedene Aspekte thematisiert, die bei Menschen mit Diskriminierungs- und/oder Gewalterfahrungen psychischen Stress und belastende Erinnerungen auslösen können:

  • Im Konzept werden (gewaltvolle) Übergriffe beschrieben.
  • Im Konzept wird über die Vulnerabilität von Menschengruppen gesprochen ohne eine explizite Darstellung ihrer Diversität.
  • Im Konzept wird nicht auf non-binäre Geschlechtsidentitäten eingegangen.

Falls Sie für sich persönlich ein entsprechendes Risiko nicht ausschließen können, bitten wir darum das Konzept nicht allein zu lesen. Holen Sie sich, insbesondere in akuten Fällen, Hilfe.

Beratungsstelle Frauennotruf Frankfurt

Beratungsangebot für Frauen
Telefon: 069 709494
info(at)frauennotruf-frankfurt.de

Beratungsstelle gewaltfreileben

Beratungsangebot für Trans* und queere Menschen
Telefon: 069 43005233
beratung(at)broken-rainbow.de

Hilfetelefon Gewalt an Männern

Beratungsangebot für Männer
Telefon: 0800 1239900
beratung(at)maennerhilfetelefon.de