Drei junge Leute auf Fahrrädern

Umweltengagement

Der Kirchentag ist eine der umweltfreundlichsten Großveranstaltungen in Deutschland. In seiner Arbeitskultur ist Klimaschutz fest verankert.

Kirchentag ist nicht nur alle zwei Jahre – in den Büros in der jeweiligen Kirchentagsstadt und in Fulda bereiten zahlreiche Mitarbeitende die jeweilige Veranstaltung vor. Bereits hier wird viel Wert auf umweltverträgliches Arbeiten gelegt.

Umweltfreundliches Büro

Die Geschäftsstelle des Kirchentages in der jeweiligen Stadt hat einen sehr schwankenden Mitarbeiterbestand (von ca. 25 auf 120 Mitarbeitende und wieder zurück in etwa einem Jahr). Nichtsdestotrotz gelingt es dem Kirchentag in diesem Umfeld, seine Geschäftsstelle und die Veranstaltung selbst an einem alle zwei Jahre komplett neuen Standort umweltfreundlich und nachhaltig zu gestalten. Schon die Auswahl des Bürogebäudes wird auch unter Umwelt-Gesichtspunkten getroffen, dabei wird großer Wert auf die Versorgung mit „grünem Strom“ gelegt.

Neben der Mülltrennung und dem Nutzen von Recyclingpapier wird außerdem das Büromaterial wiederverwendet. Bei Feierlichkeiten und Veranstaltungen wird darauf geachtet, Mehrweggeschirr zu nutzen. Für die Mitarbeitenden stehen Dienstfahrräder zur Verfügung und für mittelgroße Transporte können Lastenfahrräder genutzt werden. Bei der Sitzungsverpflegung wird großen Wert auf die Nutzung von ökofairen Produkten gelegt (siehe „ökofaire Sitzngsverpflegung“). Zusätzlich wird bei Sitzungen Leitungswasser als Trinkwasser angeboten.

Ökofaire Sitzungsverpflegung

Bereits im Vorfeld des Kirchentages finden zahlreiche Vorbereitungstreffen statt. Diese werden in der Regel über die Geschäftsstelle in Berlin verpflegt. So kann der Kirchentag direkt Einfluss darauf nehmen, welche Getränke und Speisen serviert werden. Er hat sich dabei zum Ziel gesetzt, den gesamten Ernährungsbereich auf ökofaire Lebensmittelbeschaffung umzustellen. Die positiven Aspekte einer „kirchentäglichen Ernährungswende“ liegen auf der Hand: regionale Wertschöpfung,

Schutz von Boden und Artenvielfalt, Tierethik, Klimafreundlichkeit, Ressourcenschonung, Beitrag zur globalen Ernährungssicherheit sowie Erhalt bäuerlicher Familienbetriebe.

In der Praxis bedeutet ökofaire Verpflegung:

  • Speiseplan mit saisonalem Obst und Gemüse
  • Gutes vegetarisches Essen
  • Produkte in Bio-Qualität und aus fairem Handel
  • Regionale Waren beschaffen
  • Regionale Getränke in Mehrwegflaschen
  • Angebot von Leitungswasser als Trinkwasser
  • Tagungsstätten und Caterer beziehen Ökostrom

Ständiger Ausschuss Umwelt

Der StAU (Ständiger Ausschuss Umwelt) begleitet, berät und unterstützt seit 2000 die Hauptamtlichen in den Geschäftsstellen des Kirchentages in Umwelt- und Nachhaltigkeitsfragen. Seine knapp 15 Mitglieder engagieren sich ehrenamtlich mit Ideen und fachlicher Expertise, um den Kirchentag als Event wie auch in der Alltagspraxis der Geschäftsstellen nachhaltiger zu gestalten. Gleichzeitig garantieren sie einen Wissenstransfer über mehrere Kirchentage hinweg. Für das Umweltengagement des Kirchentages und die Motivation der Hauptamtlichen wie auch des Präsidiums ist der Ständige Ausschuss unersetzlich. Durch ehrliches Feedback und mit zahlreichen Ideen - wie „fahrradfreundlicher Kirchentag“, Klimaeffiziente Verpflegung, Humusbildung, öko-faire Beschaffung, umweltfreundliche Event-Technik etc. - trägt der StAU zur ständigen Weiterentwicklung bei.

Ständiger Ausschuss Umwelt
Mitglieder des ständigen Ausschuss Umwelt, unvollständig: Dr. Silke Lechner, Stephan Menzel, Diana S. Freyer, Jobst Kraus, Thomas Semler, Karin Terodde, Karsten Krause, Hans-Georg Baaske, Prof. Dr. Hans Diefenbacher (von links)
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