Umweltengagement

Der Kirchentag ist eine der umweltfreundlichsten Großveranstaltungen in Deutschland. In seiner Arbeitskultur ist Klimaschutz fest verankert.

Auf dem Kirchentag kommt das Umweltengagement vor allem im Bereich von Umwelt-Projekten und der Verpflegung zum Tragen. Hier finden Sie eine Übersicht über die Umweltprojekte des 37. Deutschen Evangelischen Kirchentags in Dortmund und die stattgefundenen Aktionen während des 36. Deutschen Evangelischen Kirchentags in Berlin.

Risikominimierung

KlAnG – Klimaanpassung von Großveranstaltungen am Beispiel des 37. Deutschen Evangelischen Kirchentag Dortmund 2019 (KlAnG)

Starkregenereignisse, Sturmböen bei aufkommenden Hitzegewittern sowie Temperaturen über 30 Grad sind eine Herausforderung für Teilnehmende wie für die Veranstaltungsorganisation eines Kirchentages.

Da entsprechende Ereignisse sich zukünftig im Rahmen des Klimawandels verstärken und häufiger auftreten werden, sind die damit verbundenen Gefahren wie beispielsweise Trockenheit und Brandgefahr, die Temperaturen in nicht-klimatisierten Zelten, die Dehydrierung und Hitzeschläge von Teilnehmenden, aber auch die Gefahr der Überflutung von Veranstaltungsflächen in Nähe von Fließgewässern Themen, für die Lösungen gefunden werden sollten.

Seit jeher ist der Kirchentag an der frühzeitigen Berücksichtigung und Umsetzung von neuen Aspekten in Planungsprozessen der Veranstaltung interessiert und durch die wechselnden Standorte gefordert. So konnte der Kirchentag zu einer der umweltfreundlichsten und auch barrierefreiesten Großveranstaltung in Deutschland werden. Daher möchte sich der Kirchentag im Rahmen des KlAnG-Projektes mit den Fragen der Klimaanpassung auseinandersetzen und konkrete Maßnahmen umsetzen.

Kontakt
Christof Hertel
umwelt@kirchentag.de

Studentischer Wettbewerb: Temporäre Temperatur – Konzepte für kühlere Luft in temporären Veranstaltungsräumen

Hitzesommer, Extremwetter, Ernteausfälle - der Klimawandel ist da. Und stellt damit auch den Kirchentag als Großveranstaltung vor ganz praktische Herausforderungen: Wie lassen sich seine Veranstaltungsorte - häufig sind das Großzelte - trotz wiederkehrender Hitzeperioden nutzen, ohne auf eine energieintensive Klimatisierung angewiesen zu sein. Der Kirchentag hat in Kooperation mit der TU Dortmund und der FH Dortmund dazu nun den Studierenden-Wettbewerb "Temporäre Temperatur" ausgelobt. Das Ziel: Es sollen Alternativen für einen temporären Veranstaltungsort (1.000 bis 1.400 Zuhörer) entwickelt und skizziert werden, die ohne energieintensive Kühlung durch Klimaanlagen auskommen.

Der Wettbewerb richtet sich insbesondere an Gruppen aus den Studienrichtungen Architektur und Bauingenieurwesen an Universitäten und Fachhochschulen. Studierende anderer Fachrichtungen, die sich mit Gebäuden und Gebäudeklimatisierung befassen, können auf Anfrage zugelassen werden.

Ausschreibung

Ökofaire Verpflegung

Naturkostmarkt

Ein fester Bestandteil des Verpflegungsangebotes des Kirchentags ist der Naturkostmarkt. Verschiedene biozertifizierte Anbieter bieten an ihren Ständen Erfrischungsgetränke und Milchprodukte, Obst und Salate, Gemüse- und Kartoffelgerichte sowie Fleisch- und Wurstwaren an. Für die kleinen Pausen halten einige Betriebe fair gehandelten Tee, Kaffee, Kuchen und Eisprodukte bereit.

Landpartie

Bei der „Landpartie“ im Vorfeld des Kirchentages werden ausgewählte Landwirte in der Region besucht, um den Weg des Essens vom Feld bis zum Teller zu dokumentieren. Bei der Landpartie entsteht ein erster Kontakt. Dieser wird genutzt um unter anderem die Speisepläne in der Verpflegung anzupassen. So wird noch mehr Wert auf regionale und saisonale Lebensmittel gelegt.

Umweltprojekt 2017

Gläsernes Restaurant

Auf der Speisekarte im Gläsernen Restaurant des Kirchentages gibt es nur Speisen aus saisonalen, regionalen, ökologisch angebauten und fair gehandelten Lebensmitteln. Denn unsere Ernährung trägt durchschnittlich mit 15 Prozent einiges zu unseren individuellen Treibhausgas-Emissionen bei.

Das Gläserne Restaurant veranschaulicht, welcher Ressourcenaufwand in unserem täglichen Brot steckt. Es schärft den Blick für Abläufe und Zusammenhänge, um tägliche Einkaufsentscheidungen jeder Kirchentagsbesucher*in bewusst zu machen.

Der Schwerpunkt des Gläsernen Restaurants 2017 lag auf „GanzPflanz-Kochen“. In den Rezepten wird Wert darauf gelegt, dass die ganze Pflanze verwendet wird. So finden beispielsweise die Blätter von Kohlrabi und Möhre Eingang in den Speiseplan, die von vielen als unverwertbarer Abfall angesehen werden. Und das schmeckt!

Dass sich ökologisch sinnvolle Ernährung und stilvoller Genuss nicht ausschließen müssen, ist dabei nicht nur anhand der leckeren Mahlzeiten nachvollziehbar. Mit seinen liebevoll dekorierten Tischen und hochwertigem Porzellangeschirr ist das „Gläserne Restaurant“ ein kleines Gesamtkunstwerk.

Entstanden ist das Gläserne Restaurant aus einer Initiative von Küchenleiter*innen und Köch*innen verschiedener evangelischer Akademien und Bildungshäuser. Es ist inzwischen ein fester Bestandteil des Kirchentages und aus dem Kirchentagsgeschehen nicht mehr wegzudenken. In Berlin war das Gläserne Restaurant zum 12. Mal geöffnet.

Infohefte und Rezeptbücher des Gläsernen Restaurants finden Sie unter Downloads.

Gläsernes Restaurant für Kinder

Das Gläserne Restaurant für Kinder ist seit dem Kirchentag in Dresden ein fester Bestandteil des Zentrums Kinder. Spielerisch wird in Workshops gezeigt, woher Lebensmittel kommen und welche Vorteile ökologisch erzeugte Produkte haben. Außerdem besteht für Kinder die Möglichkeit, sich aus verschiedenen Zutaten ein leckeres Pausenbrot zuzubereiten.

Infohefte und Rezeptbücher des Gläsernen Restaurants für Kinder sowie das Kartenspiel "Unsere kleine Biofarm" finden Sie unter Downloads.

Sie wollen mitkochen, oder haben andere Fragen rund um das Gläserne Restaurant?

Kontakt Gläsernes Restaurant und Gläsernes Restaurant für Kinder:

E-Mail: umwelt@kirchentag.de

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