Umweltprojekte beim Kirchentag

In Dortmund setzt der Kirchentag vier Umweltprojekte um. Erfahren Sie hier mehr.

Durch Umweltprojekte werden Arbeitsschwerpunkte im Bereich Umwelt gesetzt. Beim Dortmunder Kirchentag sind folgende vier Projekte initiiert worden:

  • KlAnG - Klimaanpassung von Großveranstaltungen am Beispiel des 37. Deutschen Evangelischen Kirchentag Dortmund 2019
  • Gläsernes Restaurant
  • Bio-Markt der Köstlichkeiten
  • Wege zur Nachhaltigkeit
  • Über bisherige Umweltprojekte können Sie sich hier informieren.

KlAnG - Klimaanpassung von Großveranstaltungen am Beispiel des 37. Deutschen Evangelischen Kirchentag Dortmund 2019

Starkregenereignisse, Sturmböen bei aufkommenden Hitzegewittern sowie Temperaturen über 30 Grad sind eine Herausforderung für Teilnehmende sowie für die Veranstaltungsorganisation eines Kirchentages. Da entsprechende Ereignisse sich zukünftig im Rahmen des Klimawandels verstärken und häufiger auftreten werden, sind die damit verbundenen Gefahren wie beispielsweise Trockenheit und Brandgefahr, die Temperaturen in nicht-klimatisierten Zelten, die Dehydrierung und Hitzeschläge von Teilnehmenden, aber auch die Gefahr der Überflutung von Veranstaltungsflächen in der Nähe von Fließgewässern Themen, für die Lösungen gefunden werden müssen.

Folgende Maßnahmen werden durch das Projekt umgesetzt:

  • Pushup-Nachrichten in der Kirchentagsapp vermitteln an Teilnehmende sicherheitsrelevante Hinweise kostenfrei aufs Handy.
  • Im Kirchentagsshop können Basecaps als Sonnenschutz erworben werden.
  • Wasserspiele am Zentrum Kinder dienen zur Erfrischung.
  • An fünf Trinkwassertürme können sich Teilnehmende kostenlos mit Leitungswasser versorgen. Hinweise auf den Türmen sollen Teilnehmende sensibilisieren sich gegen Hitze zu schützen.
  • Durch eine Wettbewerbsausschreibung soll die Entwicklung von energieeffizienter Klimatisierung in Zelten vorangetrieben werden.

Gläsernes Restaurant

Unsere Ernährung trägt durchschnittlich mit 15 Prozent zu unseren individuellen Treibhausgas-Emissionen bei. Das Gläserne Restaurant veranschaulicht, welcher Ressourcenaufwand in unserem täglichen Brot steckt. Es schärft den Blick für Abläufe und Zusammenhänge, um tägliche Einkaufsentscheidungen bewusst zu machen. Täglich wird im Gläserne Restaurant ein Gericht aus regionalen und biologischen Lebensmitteln gekocht. Sie haben hier die Möglichkeit den Köch*innen bei ihrer Arbeit über die Schultern zu schauen und ein Mittagsmenü (Hauptgericht mit Vor- oder Nachspeise, Wasser und Brot) zu genießen. Ein Menü kostet 12,50€ bzw. ermäßigt für 8,50€. Was es gibt, können Sie hier bereits einsehen.

Das Gläserne Restaurant ist im Zentrum Stadt & Umwelt (Westfalenhalle, Halle 3) zu finden. Diesmal liegt der Schwerpunkt auf der Reduzierung von Lebensmittelverlusten. In der Küche werden die Lebensmittelabfälle in „gläsernen“ Behältnissen aufbewahrt und auch die Speisereste von den Tellern werden gesammelt. Schauen Sie vorbei, wenn Sie wissen wollen, wie viel in einem Restaurantbetrieb weggeworfen wird und wie Sie Lebensmittelabfälle vermeiden können. Um Nachhaltigkeit in Großküchen zu fördern bietet das Gläserne Restaurant an, in der Küche mitzuwirken und an einer eintägigen Fortbildung zum Thema „Lebensmittelverschwendung“ und „Bio in der Großküche“ teilzunehmen. Die Anmeldung ist bereits abgeschlossen.

Das Gläserne Restaurant ist auch digital unterwegs. Mit der App „Gläsernes Restaurant“ finden Sie Rezepte nach Saison sortiert und Infos zur ökofairen Verpflegung. Die App ist kostenlos für Android-Geräte im Google Play-Store und für Apple-Geräte als iOS-Version im Apple App Store erhältlich. Eine Förderung wurde beim Bundesprogramm Ökologischer Landbau und andere Formen Nachhaltiger Landwirtschaft (BÖLN) eingereicht. Ein vorzeitiger Maßnahmenbeginn wurde erteilt.

Gläsernes Restaurant Kinder

Kinder und Erwachsene erhalten hier die Möglichkeit spielerisch den Weg von Lebensmitteln - vom Feld zum Teller - zu entdecken. Es werden verschiedene Workshops zum Thema angeboten. Gemeinsam können Brotaufstriche und Spieße hergestellt und verköstigt werden. Kosten: 2 Euro für Kinder und 3,50 Euro für begleitende Erwachsene. Eine Förderung wurde beim Bundesprogramm Ökologischer Landbau und andere Formen Nachhaltiger Landwirtschaft (BÖLN) eingereicht. Ein vorzeitiger Maßnahmenbeginn wurde erteilt.

Bio-Markt der Köstlichkeiten

Bioprodukte auf der Straße erlebbar machen und die positiven Effekte des ökologischen Landbaus vermitteln. Dies ist das Ziel vom Bio-Markt der Köstlichkeiten. Das Essensangebot erstreckt sich von diversen veganen Gemüse- und Kartoffelgerichten über „echt Ruhrpott“ -Pommes mit Currywurst bis hin zu Eiscreme und Kaffee. Alle Produkte kommen zu 100 % aus dem ökologischen Landbau, über den an den über 30 Ständen flankierend informiert wird. Hierbei laden verschiedenste Verbände und Institutionen dazu ein, Umweltengagement zu erleben. Kommen Sie vorbei und schlendern Sie auf dem Parkplatz 5 an den Westfalenhallen über den Bio-Markt der Köstlichkeiten. Eine Förderung wurde beim Bundesprogramm Ökologischer Landbau und andere Formen Nachhaltiger Landwirtschaft (BÖLN) eingereicht. Ein vorzeitiger Maßnahmenbeginn wurde erteilt.

Wege zur Nachhaltigkeit

Komplexe Nachhaltigkeitsthemen praktisch erlebbar machen. Dies ist das Ziel dieses Projektes, welches vom „Institut für Kirche und Gesellschaft“ durchgeführt wird. Der Kirchentag ist neben dem „Amt für Mission, Ökumene und kirchliche Weltverantwortung“ Projektpartner. Mit verschiedenen Workshops, Aktionen und Informationsveranstaltungen sollen zivilgesellschaftliche Projekte, die zur nachhaltigen Entwicklung der Stadt Dortmund beitragen, vorgestellt werden. Hierfür werden drei konkrete Wege zur Nachhaltigkeit im nördlichen, südlichen und westlichen Dortmunder Stadtgebiet angeboten. Informationen zu den Führungen während des Kirchentags finden sie unter: www.wegezurnachhaltigkeit.de
Grundlage dieses Projektes sind die globalen Nachhaltigkeitsziele (Sustainable Development Goals), die sich die Vereinten Nationen mit der Agenda 2030 gesetzt haben. Die Projektergebnisse sollen in Zukunft auf andere urbane Regionen in Nordrhein-Westfalen übertragen werden. 2020 wird ein Nachhaltigkeitskongress dazu einladen, gute und bewährte Ideen zu multiplizieren und helfen, Wege zur Nachhaltigkeit auch an anderen Orten zu gestalten.

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