Dienstag, 11. Dezember 2018

Wohnungslose haben Platz beim Kirchentag

Fulda, 13. Mai 2009 - In Bremen und über die Stadt hinaus ist eine Diskussion entstanden, wie Behörden und Polizei während des 32. Deutschen Evangelischen Kirchentages (DEKT) vom 20. bis 24. Mai mit Wohnungslosen und Alkoholkonsumenten im öffentlichen Stadtbild umgehen. Dazu erklärt der Präsidiumsvorstand des

DEKT: "Menschen ohne Obdach brauchen die Solidarität von Christinnen und Christen. Der Deutsche Evangelische Kirchentag blendet die soziale Wirklichkeit in Bremen nicht aus, weder vor noch während der Tage des großen Ereignisses.

Armut und Ausgrenzung sind Themen, die wir sehr ernst nehmen. Es gibt es zahlreiche Veranstaltungen dazu auf dem Kirchentag, auf Podien, in Foren - und auch sehr konkret zum Beispiel beim täglichen sozialpolitischen Stadtrundgang durch Bremen. Wir begrüßen die Initiative der Inneren Mission Bremen, die in das von wohnungslosen Menschen betriebene ,Café Papagei' einlädt. Die Mitglieder des Präsidiumsvorstandes werden dort das Gespräch suchen. Kirche und Kirchentag werden die Probleme klar beim Namen

nennen gangbare Wege in eine sozial gerechtere Gesellschaft aufzeigen."

Der Präsidiumsvorstand besteht aus der amtierenden Kirchentagspräsidentin Prof. Dr. Karin von Welck, dem evangelischen Präsidenten für den 2. Ökumenischen Kirchentag München 2010, Prof. Dr. Dr. Eckhard Nagel, sowie Katrin Göring-Eckardt und Prof. Dr. Gerhard Robbers, den designierten Präsidenten für die Kirchentage 2011 in Dresden und 2013 - voraussichtlich - in Hamburg.

Dankbar und mit Erleichterung hat die Generalsekretärin des Kirchentages, Dr. Ellen Ueberschär, im Übrigen einen Brief des Bremer Innensenators Ulrich Mäurer zur Kenntnis genommen. Darin stellt er klar, dass Medienberichte, er wolle anlässlich des Kirchentages die Obdachlosen aus der Innenstadt verdrängen, jeder Grundlage entbehrten.