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Stuttgart für alle – Kirchentag Barrierefrei

Stuttgart, 8. April 2015. Zum Stuttgarter Kirchentag sind alle Menschen eingeladen. Sein Engagement im Bereich Teilhabe, Barrierefreiheit und Inklusion setzt der Kirchentag daher auch 2015 fort. Zu den besonderen Projekten in Stuttgart gehören die Weiterentwicklung des Zentrums Barrierefrei, der emissionsfreie Transport von Menschen mit Mobilitätseinschränkung und die verstärkte Berücksichtigung der Bedürfnisse von Menschen mit nicht sichtbarer Behinderung.

„Der Kirchentag verfügt über eine mehr als 30-jährige Erfahrung in der Organisation barrierefreier Großveranstaltungen und nutzt diese Erfahrung intensiv für Stuttgart, um auch hier Menschen mit Behinderung die Teilnahme und das Mitwirken zu ermöglichen“, fasst Kirchentags-Geschäftsführer Dr. Jörg Kopecz zusammen. Das gesamte Veranstaltungsgelände im NeckarPark, in dessen Mitte sich das Zentrum Barrierefrei befinden wird, ist nach diesem Anspruch aufgebaut. Das betrifft nicht nur den barrierefreien Zugang zu Veranstaltungsorten. Im Café des Zentrums Kirchentag Barrierefrei stehen jeweils nur drei Stühle an den Tischen, ein Platz bleibt immer für die Gäste im Rollstuhl frei. Auf den Tischen stehen tast- und riechbare Pflanzen, damit auch sehbehinderte Menschen und Blinde sinnlich angesprochen werden. Hinzu kommt ein umfangreiches Programm, das sich nicht nur an Menschen mit Behinderung richtet.

Wie alle Inhalte des Kirchentages wird auch der Einsatz für Barrierefreiheit von einer ehrenamtlichen Projektgruppe koordiniert, die über Schwerpunktsetzungen entscheidet. Ursula Marx, Behindertenbeauftragte der Stadt Stuttgart, hat die Arbeit der Projektleitung begleitet und zeigt sich beeindruckt vom geleisteten Engagement: „Ich freue mich, dass mit dem Deutschen Evangelischen Kirchentag wahrscheinlich eine der barrierefreisten Veranstaltungen, die es gibt, in Stuttgart stattfindet.“

„Es war den Projektmitgliedern wichtig, insbesondere die Teilhabevoraussetzungen für Menschen mit nicht sichtbaren Behinderungen zu verbessern“, erklärt Frank Kissling von der Projektleitung Kirchentag Barrierefrei. „Insgesamt 900 Veranstaltungen werden induktiv hörbar sein. Viele Programmpunkte werden durch Deutsche Gebärdensprache begleitet und in Stuttgart erproben wir im Zentrum Kirchentag Barrierefrei auch die Simultanübersetzung in Leichte Sprache.“ Leichte Sprache ist eine Teilhabevoraussetzung für Menschen mit kognitiven Einschränkungen. Dass auf deren Bedürfnisse dieses Jahr in besonderer Weise eingegangen wird, beweisen auch die leicht verständlichen fotorealistischen WC-Schilder, die auf dem Cannstatter Wasen den Weg weisen werden. Wie Barrierefreiheit und Umweltengagement ideal ineinandergreifen können, zeigt der geplante emissionsfreie Transportdienst für Menschen mit Mobilitätseinschränkung. Auf den mit Menschenkraft betriebenen Rädern kann problemlos ein Rollstuhl platziert werden. Fahrradrikschas ergänzen das Angebot, für das der Kirchentag auf die Unterstützung der Johanniter-Unfall-Hilfe sowie der württembergischen Bahnhofsmission setzt. Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur hat dieses Pilotprojekt als förderungswürdig im Rahmen des Nationalen Radverkehrsplans 2020 anerkannt und bereits einen vorzeitigen Maßnahmenbeginn genehmigt.

Weitere Informationen zum Thema Kirchentag Barrierefrei finden Sie unter kirchentag.de/barrierefrei.

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