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„Abend der Begegnung“ lädt zum Straßenfest in der Innenstadt

Stuttgart, 27. Mai 2015. Unter dem schwäbischen Motto „Gugg gscheid nâ!“ laden der Deutsche Evangelische Kirchentag und die Evangelische Landeskirche in Württemberg am Mittwoch, 3. Juni ab 19.15 Uhr alle Menschen zum „Abend der Begegnung“ ein. Das Straßenfest, auf dem sich die gastgebende Region ihren Gästen präsentiert, beginnt traditionsgemäß am ersten Tag des 35. Deutschen Evangelischen Kirchentages in Stuttgart im Anschluss an die drei großen Eröffnungsgottesdienste auf Schlossplatz, Marktplatz und Rotebühlplatz. Die Organisatoren rechnen mit rund 250.000 Besucherinnen und Besuchern in der Stuttgarter Innenstadt.

Für Landesbischof Frank Otfried July ist der Abend der Begegnung „einfach unbeschreiblich. Er ist ein Fest für die Kirchentagsbesucher. Aber ich lade auch alle anderen, die einfach reinschnuppern wollen, herzlich ein: Kommt dazu! Feiert mit uns!“ Die Veränderungskraft eines Kirchentags, ist der Landesbischof überzeugt, liegt besonders in persönlichen Begegnungen: „Wenn Menschen miteinander ins Gespräch, in die Diskussion über Gott und die Welt kommen, entstehen gemeinsam neue Gedanken, Verständnis füreinander, die Grundlage für ein Miteinander. Das brauchen wir in unserer auseinanderdriftenden, individualisierten Gesellschaft.“ Und für genau dieses Kennenlernen und diese Gespräche sei der Abend der Begegnung ideal, so July.

„Der Abend der Begegnung ist ein Spiegelbild des Kirchentages“, erklärt Dekan Klaus Käpplinger, Vorsitzender der Projektleitung, die das Straßenfest inhaltlich vorbereitet hat. Wie das Christentreffen selbst lebe der Abend von der Beteiligung vieler Menschen und Gruppen, bringe die Besonderheiten der Regionen Baden-Württembergs zusammen und Kirche in den öffentlichen Raum. Das Motto „Gugg gscheid nâ!“ sieht er als Einladung und Aufforderung zugleich, genauer hinzusehen und sich nicht von oberflächlichen Bildern und ersten Eindrücken täuschen zu lassen. „Der Satz ist Teil der schwäbischen Dialektik, die ihre Lebendigkeit aus dem Streben nach Neuem und Bekanntem und dem Bewahren des Bewährten und Guten bezieht“, sagt Käpplinger.

Insgesamt 275 Gruppen gestalten an 242 Verpflegungs-Ständen, in 100 Mitmachaktionen und auf neun Bühnen das reichhaltige Programm des Abends. Mit dabei sind beispielsweise die New York Voices. Die Grammy-Gewinner treten zum ersten Mal mit der SWR Big Band und dem SWR Vokalensemble Stuttgart auf. Unter dem Titel „Engelsklang und Höllensound“ gibt es speziell für diesen Abend neu arrangierte Popklassiker von Queen, Michael Jackson, Eric Clapton oder Paul Simon. Das weitere Programm reicht von Guggenmusik über schwäbischen Bluesrock bis zu einem Bühnenstück mit syrischen Bürgerkriegsflüchtlingen. Kulinarisch können sich die Gäste auf Gaisburger Marsch, Flachswickel, Maultaschen, Dinnede und Schwarzwälder Kirschtorte freuen.

Die Innenstadt zwischen Oberem Schlossgarten und Rotebühlplatz, Marktplatz und Hospitalhof ist dabei unterteilt in sieben Regionen Baden Württembergs, die zugleich den sieben Schöpfungstagen entsprechen. In jeder Region bildet eine individuell gestaltete Baumskulptur Zentrum und Orientierung. Katrin Edinger vom Organisationsteam des Kirchentages beschreibt die logistische Herausforderung des Abends: „Innerhalb von fünf Stunden wird ein eigenes Stromnetz mit 32 Kilometern Stromkabel aufgebaut. In nur drei Stunden werden 45 Gasinstallationen eingerichtet und 67 Handwaschbecken aufgestellt. 212.600 Servietten und 63 Paletten Mehrweg-Pfand-Geschirr, das heißt 14.650 Löffel, 19.700 Schüsseln, 80.500 Becher und mehr werden an die Stände verteilt. Und bereits um 0.30 Uhr muss alles wieder abgebaut sein.“

Musikalischer Höhepunkt des Abends ist ab 22.00 Uhr der „Klang des Südens“ nach einer Idee von Landeskirchenmusikdirektor Bernhard Reich. Die Landeskirche präsentiert darin ihren Gästen einen kleinen Ausschnitt der Fülle und Stilvielfalt, die in württembergischen Kirchengemeinden zu finden ist. Insgesamt rund 4.000 Sängerinnen und Sänger sowie 1.200 Bläserinnen und Bläser intonieren auf allen neun Bühnen gleichzeitig ein Potpourri aus 13 weltlichen und geistlichen Liedern und laden zum Mitsingen ein. „Das Motto lautet ‚Hör gnau na und sing guat mit‘“, erklärt David Dehn, der das Konzept gemeinsam mit Bernhard Reich gestaltet hat. „An diesem Abend wird sichtbar, dass Stuttgart zu Recht Chorhauptstadt Deutschlands ist.“

Der Klang des Südens mündet schließlich um 22.30 Uhr mit dem Glockenläuten in einen Abendsegen mit einem Lichtermeer aus insgesamt 150.000 Kerzen. Dazu sind alle Gäste eingeladen, gemeinsam den Kirchentagspsalm, Psalm 1, in Leichter Sprache zu beten – jeder in seiner individuellen Geschwindigkeit und Lautstärke.

Detailliertere Informationen zum Abend der Begegnung sowie das „AdB-Heftle“ zum Download finden Sie unter kirchentag.de/adb. Das vollständige Bühnenprogramm können Sie in der Kirchentags-App oder in der Programmdatenbank des Kirchentages unter kirchentag.de/programm nachlesen.

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