Logo Deutscher Evangelischer Kirchentag. Berlin/Wittenberg, 24.-28. Mai 2017
Mein Kirchentag

Generalsekretärin Ellen Ueberschär: "Carola Wolf gehörte über mehr als dreißig Jahre zum Kollegium des Deutschen Evangelischen Kirchentages und war darüber hinaus für mehr als zwei Jahrzehnte die erste und einzige Frau im Gremium. Ich habe sie persönlich als einen meinungsstarken und immer für seine Überzeugungen kämpfenden, energiegeladenen Menschen erlebt. Ihr Tod ist ein großer Verlust für den Kirchentag und für die kirchliche publizistische Landschaft."

1962, zu der Zeit, als Richard von Weizsäcker Kirchentagspräsident wurde, übernahm die Journalistin und promovierte Historikerin in Fulda das Amt der Pressesprecherin. Daneben war sie viele Jahre für die internationale Ökumene zuständig und engagierte sich besonders für die Beziehungen zum Evangelischen Kirchentag in der DDR während der Jahrzehnte der deutschen Teilung. 1992 gründete sie in Potsdam das "Ost-West-Forum", wofür sie 2011 mit dem Verdienstorden des Landes Brandenburg geehrt wurde. 1996 kam Wolf als Pressereferentin der Evangelischen Kirche der Union (EKU) wieder nach Berlin und engagierte sich im Landesausschuss weiter für den Kirchentag.

In die Zeit von Carola Wolfs Wirken beim Deutschen Evangelischen Kirchentag fallen tiefgreifende gesellschaftspolitische und theologisch-kirchliche Konflikte sowie die Entwicklung der Kirchentage zu Großveranstaltungen, die seit Anfang der 1980er Jahre regelmäßig mehr als 100.000 Teilnehmende anzogen. Auch nach innen gestaltete sie in drei ereignisreichen Jahrzehnten die Entwicklungen des Kirchentages stets markant und mit klaren Positionen mit.

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