Statue von Martin Luther mit Kirchentagsschal

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Meldungen vom 35. Deutschen Evangelischen Kirchentag in Stuttgart

Stuttgarts Reichtum - Einheit und Vielfalt

Der interreligiöse Dialog wird auch bei diesem Kirchentag 2015 belebend und wertvoll werden. Eine ganze Reihe religiöser, politischer, kultureller und natürlich kulinarischer Veranstaltungen erwartet die Gäste des Kirchentages unter dem Motto "Stuttgarts Reichtum". Bei der Vorveranstaltung haben sich die gastgebenden Stuttgarter Gemeinden auf den Kirchentag eingestimmt.

"Der Kirchentag war schon immer ein Ort der Diskussion und ein Forum der Weltverantwortung. In Stuttgart wird das interreligiöse Angebot höher sein als bei jedem Kirchentag zuvor", betont Studienleiterin Silke Lechner den Stellenwert des Dialogs. Neben dem traditionellen Zentrum Juden und Christen wird es eine Hauptpodienreihe Muslime und Christen geben und als Highlights die interkulturelleln Stadtspaziergänge und den Mittagstisch der Religionen. Die Besucherinnen und Besucher werden eingeladen, die verschiedenen Gemeinden in Stuttgart kennenzulernen und mehr über ihr Gemeindeleben zu erfahren. Und sie sind willkommen, die kulinarischen Spezialitäten aus aller Welt zu genießen. "Für uns ist es eine Chance, unseren Glauben darzustellen und typisch eritraeische Speisen anzubieten. Dazu kommt unsere traditionelle Essenskultur", beschreibt der begeisterte Kirchentagsbesucher Jonas Elias seine Vorfreude auf den Kirchentag. Er ist fest davon überzeugt, dass der Kirchentag zum Zusammenwachsen aller Kulturen und Religionen beiträgt.

Auch das kulturelle Programm hat einiges zu bieten. So werden Künstlerinnen und Künstler wie die deutsch-türkische Songwriterin Hülya Kandemir auftreten, es wird ein interkulturelles Feierabendmahl geben und als weitere Attraktion ein interreligiöses Fest am Freitagabend. Aber es stehen auch herausfordernde Themen auf dem Programm wie die interkulturelle theologische Basis-Fakultät der Frauen oder die Veranstaltung "Lachen im Namen der Religionen - Humor in den abrahimitischen Religionen". Organisatorin Claudia Rosenstein zeigt sich nachdenklich: "Natürlich hat die Veranstaltung eine andere Bedeutung bekommen nach den jüngsten Ereignissen in der Welt. Aber wir finden es wichtig, darüber ins Gespräch zu kommen und die eigenen Werte zu vertreten."

Insgesamt werden auch 4.000 Christen und Gäste anderer Religionen aus dem Ausland in Stuttgart erwartet.

Pianist Ali Azimi mit multikulturellen Gastgeberinnen und Gastgebern aus den Stuttgarter Gemeinden
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