Statue von Martin Luther mit Kirchentagsschal

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Meldungen vom 35. Deutschen Evangelischen Kirchentag in Stuttgart

Trauer um Siegfried von Kortzfleisch

Beim Kirchentag war er einer der Mitarbeiter der ersten Stunde: Der Theologe und Journalist Siegfried von Kortzfleisch. Viele Jahre lang war er als Vorsitzender des Publizistischen Ausschusses und zeitweilig auch des Nominierungsausschusses Mitglied in der Präsidialversammlung. Von Kortzfleisch gehörte zu den einflussreichsten Publizisten des deutschen Protestantismus. Am Sonntag ist er im Alter von 85 Jahren in Lübeck gestorben.

Mit Siegfried von Kortzfleisch verliert der Kirchentag einen der Letzten, die ihn bereits in seinen Gründungszeiten mitgestaltet haben. Nach der Evangelischen Woche 1949 in Hannover, an deren Schluss der Deutsche Evangelische Kirchentag als “Einrichtung in Permanenz” proklamiert wurde, arbeitete von Kortzfleisch in dem “Präsidialbüro” mit, das Kirchentagsgründer Reinold von Thaddden-Trieglaff in Fulda aufzubauen begann. So wurde der junge Journalist damals auch zum Herausgeber des ersten Dokumentarbandes, der nach dem 2. Deutschen Evangelischen Kirchentag 1950 in Essen erschien.

Von Kortzfleisch wurde 1929 in Dresden als Sohn eines ranghohen Offiziers geboren. Nach seinem Studium der Evangelischen Theologie in Mainz, Basel und Göttingen volontierte er bei der Rheinischen Post in Düsseldorf, später promovierte er in Göttingen. Von 1955 bis 1960 war von Kortzfleisch Studienleiter der Evangelischen Akademie Bad Boll. Im Anschluss ging er bis 1969 zur Evangelischen Zentralstelle für Weltanschauungsfragen in Stuttgart.

Von 1970 bis 1981 war von Kortzfleisch Chefredakteur der „Lutherischen Monatshefte“ in Hannover. Anschließend wechselte er als stellvertretender Chefredakteur zum „Deutschen Allgemeinen Sonntagsblatt“ in Hamburg. Zuletzt lebte er in Lübeck und betrieb dort eine Privatagentur für Medienarbeit.

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