Statue von Martin Luther mit Kirchentagsschal

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Meldungen vom 35. Deutschen Evangelischen Kirchentag in Stuttgart

Der Kirchentag trauert um Philip Potter

Am 31. März starb Dr. Philip Potter, langjähriger Generalsekretär des Ökumenischen Rates der Kirchen (ÖRK), im hohen Alter von 93 Jahren in Lübeck. Geboren 1921, wuchs Potter auf der kleinen Karibikinsel Dominica auf und engagierte sich bereits in jungen Jahren in der christlichen Studentenbewegung. Von 1960 bis 1968 war er Vorsitzender der World Student Christian Federation (WSCF). Als Sprecher der Jugenddelegation besuchte er die erste ÖRK Vollversammlung 1948, und bis 2006 auch jede weitere. Das Engagement Potters für die Ökumene weltweit und sein Kampf gegen Rassismus prägten sein Leben.

Bereits 1948 traf Philip Potter auf Kirchentags-Begründer Reinhold von Thadden. Fortan verbanden ihn und seine Frau Bärbel Wartenberg-Potter, zuletzt Bischöfin in Lübeck, ein kontinuierliches Engagement mit dem Deutschen Evangelischen Kirchentag. Seine Besuche und Beiträge nutze er immer wieder für einen offenen Aufruf zur Ökumene. Für Potter gehörte zur christlichen Nachfolge im Besonderen das christliche Einander-Annehmen, trotz oder wegen der großen und kleinen Unterschiede, im Christentum oder anderswo. Im Annehmen, so Potter auf dem Münchner Kirchentag 1993 „liegen Freiheit und Befriedigung eines Lebens in Hoffnung. Hoffnung ist nichts anderes als Liebe in Aktion.“

Der Kirchentag trauert um Philip Potter und wird diesen Aufruf auch für den Kirchentag in Stuttgart im Gedächtnis behalten.

 

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