Statue von Martin Luther mit Kirchentagsschal

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Meldungen vom 35. Deutschen Evangelischen Kirchentag in Stuttgart

Präsidialversammlung November 2013

Ein sonniger, kühler Herbsttag im Fuldaer Kolpinghaus. 130 Frauen und Männer bewegen sich treppauf, treppab zwischen Sitzungsräumen, Einzelzimmern und dem Restaurant. An vielen Stellen bilden sich Inseln angeregter Unterhaltung. Hier und da ist jemand in die Lektüre von Tagungsunterlagen vertieft. Eines verbindet diese Menschen: sie gehören dem größten Leitungsgremium des Kirchentages an, der Präsidialversammlung. 

Laut Kirchentagsordnung „wertet die Präsidialversammlung den jeweils vergangenen Kirchentag aus, berät über inhaltliche Schwerpunkte und Strukturen für den nächsten und gibt Empfehlungen für dessen Losung. (…) Sie wählt die Mitglieder des Präsidiums (…) und berät das Präsidium in allen Angelegenheiten, die sie für wichtig hält.“

Die Präsidialversammlung tagt einmal jährlich. Sie ist das „Parlament“ oder auch der „Think Tank“ des Kirchentages, in dem bestimmte Gruppen repräsentiert sind. Neben dem 30-köpfigen Kirchentagspräsidium gehören ihr die Vorsitzenden der Landesausschüsse und der ständigen Ausschüsse an, sowie Vertreterinnen und Vertreter aus der inhaltlichen Kirchentagsarbeit, aus kirchlichen Werken und Verbänden und weiteren gesellschaftlichen Bereichen.

In dieser Herbstsitzung wird zunächst auf Hamburg zurückgeblickt. Der scheidende Präsident Gerhard Robbers und die Generalsekretärin Ellen Ueberschär ziehen Bilanz: Was ist besonders gelungen? Wo wollen wir uns weiter verbessern? Die Kollegiumsmitglieder präsentieren „ihr Hamburg“ mit einer bebilderten Sprechmotette, die viele Facetten des 34. Kirchentags plastisch in Erinnerung ruft. Die Bischöfin im Sprengel Hamburg und Lübeck Kirsten Fehrs erzählt von ihren ganz persönlichen Kirchentags-Highlights.

Der scheidende Vorstand zieht Bilanz seiner sechsjährigen Amtszeit: Karin von Welck (Präsidentin des Bremer Kirchentags 2009), Eckhard Nagel (ÖKT München 2010), Katrin Göring-Eckardt (Dresden 2011) und Gerhard Robbers (Hamburg 2013) benennen, was sie mitnehmen aus dieser Zeit. 

Der Vorschlag des Präsidiums für einen neuen Präsidiumsvorstand wird mit großer Mehrheit von der Versammlung bestätigt: Andreas Barner, Christina Aus der Au und Frank-Walter Steinmeier sind die neuen Präsidenten und die neue Präsidentin für die kommenden Kirchentage 2015, 2017 und 2019. Auch in die Präsidialversammlung selbst werden 14 Mitglieder gewählt, vier von ihnen wiedergewählt. 

Nun richtet sich der Blick nach vorn, auf Stuttgart. Erste thematische Ideen werden gesammelt, auch Losungsvorschläge andiskutiert. Der württembergische Landesbischof Frank Otfried July drückt seine Vorfreude auf 2015 aus. Der landeskirchliche Beauftragte Wolfgang Kruse berichtet zusammen mit dem Stuttgarter Dekan Klaus Käpplinger von den drei Kirchentagen, die bereits in Stuttgart stattgefunden haben: 1952, 1969 und 1999 mit dem berühmten Salzberg.

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