Statue von Martin Luther mit Kirchentagsschal

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Meldungen vom 35. Deutschen Evangelischen Kirchentag in Stuttgart

Kirchentagskollekten wirken in Israel, Mosambik und im Sudan

Beinahe anderthalb Jahre nach dem Hamburger Kirchentag 2013 lohnt sich einen Blick auf die Projekte und Institutionen, die eine Spende aus den Kollekten der Kirchentags-Gottesdienste erhalten haben. Die etwa 112.000 Euro, die bei den Eröffnungsgottesdiensten gesammelt wurden, kamen unter anderem dem Projekt zum Dialog von israelischen und palästinensischen Familien zugute. Die beim Schlussgottesdienst entstandene Kollekte von rund 150.000 Euro unterstützt zu gleichen Teilen Kleinbauern in Mosambik und ein Gesundheits-Projekt im Südsudan.

Dem „Parents Circle – Families Forum“ (PCFF) in Israel half die Kirchentags-Kollekte bei der Veranstaltung von Dialogseminaren. „Je ein israelisches und ein palästinensisches Mitglied besuchten über 400 Schulen und Jugendgruppen und erreichten so rund 12.000 junge Menschen“, berichtet der PCFF. „Für viele Schüler war dies die erste Begegnung mit einem Vertreter der 'anderen' Seite.“ Unter den Kommentaren der Schülerinnen und Schüler hätten sich anschließend Aussagen befunden wie „Ich habe bei den anderen Dinge entdeckt, die ich niemals vermutet hätte – vor allem ihre Bereitschaft zur Versöhnung.“ Das Treffen habe vielen Betroffenen neue Hoffnung gegeben, so der PCFF.

In Mosambik unterstützt der Verband ORAM Kleinbauern und –bäuerinnen dabei, ihre Landrechte durchzusetzen und hilft ihnen, gemeinschaftlich angebaute Produkte wie Maniok besser zu vermarkten. Für die nächsten Monate ist geplant, dass ORAM das Land eines neu gegründeten Vereins demarkiert und damit offiziell registriert. Damit soll die Landsicherheit der Bauern und Bäuerinnen zusätzlich gestärkt werden. Insgesamt profitieren etwa 400 Familien oder 2.500 Menschen direkt von dem Projekt, das noch bis Mitte 2015 läuft.

Im Südsudan konnten die Johanniter mit Hilfe der Spende eine Gesundheitsstation in Madoro Boma mit Mobiliar und medizinischen Geräten ausstatten sowie einen Tiefbrunnen für die Trinkwasserversorgung bohren. Darüber hinaus wurden ehrenamtliche Gemeindegesundheitshelfer geschult, die über Ernährung, Hygiene und Prävention von Krankheiten aufklären.

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