Logo Deutscher Evangelischer Kirchentag. Berlin/Wittenberg, 24.-28. Mai 2017
Mein Kirchentag

Friedenskirchentag in vielfältigen Dimensionen

Der Stuttgarter Kirchentag soll ein Friedenskirchentag unter der Losung „damit wir klug werden“ (Psalm 90,12) werden. Die thematischen Schwerpunkte sind im Dreiklang „Frieden und Flüchtlinge“, „Wirtschaft und Werte“ sowie „Demokratie und Daten“ zusammengefasst.

„Frieden ist zu einer vielfältigen, ambivalenten Herausforderung geworden. Selten ist klar, welches der richtige Weg oder die richtige Überzeugung ist, die unsere Füße auf den Weg des Friedens richtet“, schildert Generalsekretärin Ellen Ueberschär. Klar ist, dass auf dem Kirchentag über die Verantwortung der Kirchen für Migration und Menschenrechte sowie über Schuld und Versöhnung gesprochen wird.

Kofi Annan, Bishop Nick Baines aus Großbritannien und Frank-Walter Steinmeier kommen beim Hauptvortrag „Die Welt ist aus den Fugen“ dazu ins Gespräch. Kirchentagspräsident Andreas Barner führte die Bedeutung des Themas weiter aus: „Wir steuern zu auf einen Kirchentag in Zeiten, die so brutal, so kriegerisch sind, wie schon lange nicht mehr“.

Das Thema steht jedoch nicht nur in den Vorträgen und Podienreihen auf dem Programm, auch das Geistliche Zentrum beschäftigt sich intensiv mit der Frage nach Gewalt und Frieden. Ueberschär betont, dass der Kirchentag 2015 in Stuttgart ein Gegengift gegen Verunsicherung und Ängste werde und die Suche nach dem Frieden und der Versöhnung entgegen setzen werde.

Doch es werden auch weitere aktuelle Herausforderungen ins Programm aufgenommen. In Veranstaltungen zu verantwortlichem Wirtschaften nach christlichen Werten wird gefragt, wie Globalisierung, soziale Entwicklung und Gerechtigkeit in Einklang zu bringen sind. Kluges Wirtschaften ist das Thema einer Podiumsdiskussion unter anderem mit Andreas Barner und Bundespräsident a.D. Horst Köhler. Darüber hinaus wird Bundesinnenminister Thomas de Maizière sich mit der Wiener Wirtschaftsinformatikerin Sarah Spiekermann Fragen zur Bedeutung von Datensammeln und Datenschutz in einer Demokratie stellen.

Der Kirchentag bietet mit der Auseinandersetzung mit wichtigen Herausforderungen unserer Zeit natürlich auch die Möglichkeit, ins Gespräch zu kommen. So hebt Ueberschär den versöhnenden Charakter des Stuttgarter Kirchentages für die verschiedenen Bewegungen innerhalb der evangelischen Kirche hervor. Bei den vergangenen Kirchentagen in Stuttgart 1969 und 1999 grenzten die unterschiedlichen Strömungen sich voneinander ab, dieser Kirchentag wird ein wichtiger Schritt der Annäherung, ohne dabei eigene Glaubensüberzeugungen aufzugeben, unter anderem indem der Christustag während des Kirchentages stattfindet. Aber auch der interreligiöse Dialog hat auf dem Kirchentag einen hohen Stellenwert. Neben dem traditionellen Austausch im Zentrum Juden und Christen werden erstmals „Interkulturelle Stadtspaziergänge“ und der „Mittagstisch der Religionen“ angeboten.

Kirchentag heißt aber auch, Freunde zu treffen und Bekanntschaften zu schließen. Bestens geeignet dafür ist der Abend der Begegnung zum Auftakt am Mittwochabend. Mit dem Baum der Erkenntnis als Symbol wird die biblische Schöpfungsgeschichte betrachtet.

Begegnungen schaffen auch die geistlichen Veranstaltungen, Begegnungen mit Gott und mit dem eigenen Glauben. Bei keinem Kirchentag zuvor gab es so viele und so vielfältige Gottesdienste wie bei dem in diesem Jahr. Die Besucherinnen und Besucher sind zu internationalen, ökumenischen oder modernen Gottesdiensten mit Lichtshow im Zentrum Jugend eingeladen.

Auch das kulturelle Programm des Kirchentages hat ein abwechslungsreiches Programm mit einigen Höhepunkten zu bieten. Neben dem traditionellen Großkonzert der Wise Guys tritt diesmal auch Andreas Bourani auf der Bühne am Cannstatter Wasen auf.

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