Umwelt-Projekt

Wege zur Nachhaltigkeit

Eine umweltverträgliche und menschengerechte Zukunft? Für dieses Ziel setzt sich eine Vielzahl von Dortmunder Initiativen ein.

Mit ihrem Engagement machen sie eine nachhaltige Entwicklung in ihrer Stadt erlebbar. Um diese wichtige Arbeit noch sichtbarer zu machen, hat das Institut für Kirche und Gesellschaft in Kooperation mit dem Deutschen Evangelischen Kirchentag und dem Amt für Mission, Ökumene und kirchliche Weltverantwortung das Projekt "Wege zur Nachhaltigkeit" ins Leben gerufen. Der offizielle Projektstart fand jetzt im Dortmunder Rathaus statt. Unterstützt und gefördert wird das Projekt von der NRW Stiftung Umwelt und Entwicklung.

Auf verschiedenen Routen im Stadtgebiet wird "nachhaltige Transformation" im Alltag erfahrbar. Die einzelnen Stationen auf diesen Wegen organisieren die Initiativen und Akteure, die sich den "Wegen zur Nachhaltigkeit" anschließen. Hier präsentieren sie ihre Aktionen und ihr Engagement. Themen sind der Klimaschutz, Interkulturalität und Integration, Umweltgerechtigkeit, Biodiversität oder auch nachhaltiger Konsum und Produktion. In den kommenden Monaten wachsen und festigen sich die Routen mit ihren Wegstationen. Einer der Höhepunkte wird der Deutsche Evangelische Kirchentag im Juni 2019 sein. An den drei Tagen wird es Stadtführungen über die "Wege zur Nachhaltigkeit" geben. Darüber hinaus wird das Projekt eine wichtige Rolle im Zentrum "Stadt und Umwelt" spielen. Hier haben die Projektakteure auch als Experten der Praxis die Gelegenheit, ihre Initiativen vorzustellen. Sie kommen dabei mit Entscheidungsträgern aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft zusammen.

"Nachhaltigkeit ist eine Herausforderung und ein Querschnittsthema für die Zivilgesellschaft, die Politik und die Verwaltung. Ich freue mich, dass dieses Projekt die Dimensionen der Nachhaltigkeit so beispielhaft verbindet", zeigte sich Schirmherr Oberbürgermeister Ullrich Sierau begeistert. Alfred Buß, Vorstandsvorsitzender der Stiftung Umwelt und Entwicklung, unterstrich die lokale Bedeutung des Projekts in seinem Grußwort: "Wir entscheiden mit darüber, ob die Lebensgrundlagen unserer Erde erhalten bleiben: in den Städten und Kommunen - überall auf der Welt. Gerade die reichen Länder müssen die Holzwege verlassen, die die Lebensgrundlagen weltweit zerstören."

Den Hauptvortrag zum Auftakt hielt Uwe Schneidewind, Präsident des Wuppertal Instituts für Klima, Umwelt, Energie. Schneidewind beleuchtete "Die transformative Kraft der Städte". Für ein aktives Gestalten einer lebenswerten Zukunft warb Klaus Breyer, Leiter des Instituts für Kirche und Gesellschaft. Er hob die Dortmunder Initiativen hervor, die viel in ihrer Stadt bewegen. "Hier gibt es eine Vielzahl von Projekten und Akteuren, die auf sehr ermutigende Weise eine Antwort auf die zentrale Zukunftsfrage geben: Wie können wir leben und arbeiten, dass alle Menschen - heutige und nachfolgende Generationen - auf unserer Erde menschenwürdig leben können?"

Wege zur Nachhaltigkeit ganz neu zu denken, ist auch ein zentrales Thema des Deutschen Evangelischen Kirchentages. Das gilt nicht nur für die Vorbereitung und Durchführung dieser Großveranstaltung, die von der Logistik über die ökofaire Verpflegung bis zur Mobilität auf Nachhaltigkeit, Emmissionsfreiheit und die Bewahrung der Schöpfung setzt. "Diese Themen sind inzwischen fest in der DNA der Kirchentage verankert", sagte Stefanie Rentsch, Programmleiterin des Kirchentages, die das Umweltengagement des Kirchentages in Dortmund vorstellte.

Mit dem Projekt "Wege zur Nachhaltigkeit" werden vorbildliche Ansätze in der Zivilgesellschaft verankert. Grenzen zwischen den einzelnen Bereichen des Einsatzes für die Nachhaltigkeit soll es nicht geben. Was zunächst im Dortmunder Raum geschieht, wird später übertragbar sein auf andere Regionen NRWs. Das Projekt-Team lud herzlich dazu ein, an dem Projekt mitzuarbeiten. Erste Informationen gibt es unter www.wegezurnachhaltigkeit.de.

Bild: (v.l.n.r): Klaus Breyer, Stefanie Rentsch, Uwe Schneidewind, Ullrich Sierau und Alfred Buß.

Foto: Stephan Schütze

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