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Maßnahmen zur Anpassung von Großveranstaltungen an den Klimawandel vorgestellt

Auch Großveranstaltungen müssen dem Klimawandel in Zukunft stärker Rchnung tragen als bisher.

Fulda, 14. Januar 2020. Auch Großveranstaltungen müssen dem Klimawandel in Zukunft stärker Rechnung tragen als bisher. Das ist ein Ergebnis des Projektes "Klimaanpassung von Großveranstaltungen – KlAnG" des Deutschen Evangelischen Kirchentages. So sollte künftig vermehrt mit Wetterdienstleistern zusammengearbeitet, natürliche Gegebenheiten vor Ort genutzt sowie Hitze-Präventionsmaßnahmen, wie Trinkwasserreserven, Sonnenschutz und Ruhezonen im Schatten, bereit gestellt werden.

"Die Umsetzung der Maßnahmen, die wir zur Realisierung einer klimawandelangepassten Großveranstaltung empfehlen, bedürfen häufig nur ein wenig Umdenken innerhalb von Planungsprozessen", betont Projektleiter Christof Hertel. Er verdeutlicht weiter, dass schon nach einmaligem Ausprobieren ersichtlich ist, dass auch aufwendige Änderungen zu Standards bei Kirchentagen werden können, da sie das Besuchserlebnis qualitativ gesteigert haben.

Das Projekt "Klimaanpassung von Großveranstaltungen – KlAnG" des 37. Deutschen Evangelischen Kirchentages Dortmund, analysierte über Jahre die infrastrukturellen Herausforderungen, die sich aus Extremwetterereignissen wie Sturm, Starkregen, Hitze und vermehrten Gewittern für Events ergaben. Im Rahmen der Deutschen Anpassungsstrategie (DAS) wird das Projekt durch das Bundesumweltministerium gefördert.

Eine Besonderheit des Projektes lag darin, dass nicht nur Gremien des Kirchentages, sondern auch Expertise von außen in das Projekt einbezogen wurde. So steuerten andere Veranstalter*innen und Vertreter*innen von Städten und Kommunen Vorschläge bei. Zudem gab ein Projektbeirat ebenfalls Anregungen, überprüfte kritisch die Ideen und half bei der bundesweiten Verbreitung der jeweiligen Ansätze. Der so entwickelte Maßnahmenkatalog floss bereits in das zertifizierte Umweltmanagement des Kirchentages (EMAS) ein. Über die gesamte Projektlaufzeit wurde KlAnG von der Forschungsstätte der Evangelischen Studiengemeinschaft Heidelberg (FEST) begleitend evaluiert.

Während des Kirchentages in Dortmund 2019 wurden auf diese Weise über 40 verschiedene Maßnahmen realisiert, um Risiken für Teilnehmende, Infrastruktur sowie Flora und Fauna zu minimieren. Die daraus resultierenden Erfahrungen in der Organisation und Durchführung einer klimawandelangepassten Großveranstaltung sind zur Nachahmung und Weiterentwicklung auf der Website klimaangepasst.de veröffentlicht.

Mit der Veröffentlichung der KlAnG Maßnahmen freut sich der Kirchentag nun auch auf Rückmeldungen von anderen Veranstalter*innen, die weitere gute Ideen und Ergänzungen zu der Informationsplattform klimaangepasst.de beitragen können. "Gerne vernetzen wir uns mit allen Interessierten zum Thema klimaangepasste Großveranstaltung", betont deshalb Projektleiter Christof Hertel.

Das Projekt "Klimaanpassung von Großveranstaltungen – KlAnG" wird samt zugehöriger Projekt-Website klimaangepasst.de am Mittwoch, 15. Januar, von 15.30 bis 16.15 Uhr auf der Veranstaltungsmesse "Best of Events" in den Dortmunder Westfalenhallen während eines Podiums (Halle 4, 4.E18) vorgestellt. Der Deutsche Evangelische Kirchentag ist auch über die gesamte Dauer mit einem Stand auf der Messe (Halle 4.A32) vertreten. Weitere Informationen zum Podium.

KlAnG | Klimaanpassung | Umwelt | Großveranstaltung | Maßnahmen
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