Mein Kirchentag
Präsidium

Wer sich rassistisch äußert, wird nicht eingeladen

Rassismus und gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit hatten nie einen Platz auf dem Deutschen Evangelischen Kirchentag und werden auch in Zukunft keinen haben. Das hat das Präsidium der evangelischen Laienbewegung in einem Beschluss am Samstag, 17. September 2016, bei seiner Sitzung in Berlin bekräftigt.

Zugleich stellte das höchste Kirchentagsgremium fest, dass Vortragende nicht nach Parteizugehörigkeit eingeladen werden. Entscheidend für die Einladung sei die fachliche Kompetenz, so der Beschluss. Besprochen wurde das Thema angesichts der gegenwärtigen gesamtgesellschaftlichen Diskussionen über das Thema Rechtspopulismus.

Das Programm eines Deutschen Evangelischen Kirchentages gestalten über 50 sogenannte Projektleitungen, ehrenamtliche Gremien mit zwölf bis 20 Expertinnen und Experten aus Theorie und Praxis eines Fachgebietes. Das Präsidium des Kirchentages gibt die thematische Ausrichtung der Veranstaltungen vor, die Projektleitungen entscheiden über deren konkrete Ausgestaltung und über die Einladung von Referentinnen und Referenten.

Zu den Schwerpunktthemen des 36. Deutschen Evangelischen Kirchentages in Berlin und Wittenberg 2017 zählen Flucht und Migration, Demokratie und Frieden, Interreligiöser Dialog, Reformation und gesellschaftlicher Zusammenhalt. Eine vollständige Übersicht über die Themen finden Sie im Internet unter kirchentag.de/themen.

Der vollständige Wortlaut des Beschlusses:

Der Deutsche Evangelische Kirchentag versteht sich als ein offenes Forum für faire Debatten über aktuelle Themen in Kirche und Gesellschaft. Angesichts der gegenwärtigen Diskussion über den Umgang mit Rechtspopulismus bekräftigt der Kirchentag seine Haltung: Es wird niemand wegen seines Parteibuches ein- oder ausgeladen.

  1. Vortragende auf Kirchentagspodien werden aufgrund ihrer fachlichen Kompetenz eingeladen.
  2. Nicht eingeladen wird, wer sich rassistisch äußert.
  3. Gleichermaßen nicht eingeladen werden Personen, die Äußerungen gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit verbreiten, unabhängig davon, ob dies in offiziellen Statements oder in sozialen Medien und Netzwerken geschieht.
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