Logo Deutscher Evangelischer Kirchentag. Berlin/Wittenberg, 24.-28. Mai 2017
Mein Kirchentag
Programm

Dialog als Grundhaltung

Der Kirchentag in Berlin und Wittenberg steht unter der Leitidee „Dialog als Grundhaltung“.

Kirchentagspräsidentin Christina Aus der Au und Generalsekretärin Ellen Ueberschär stellten als Schwerpunktthemen gesellschaftlichen Zusammenhalt, Dialog in Europa zwischen Religionen, Konfessionen und Nationen sowie die Reformation und ihre internationale Ausstrahlung vor. Gemeinsam mit Bischof Markus Dröge präsentierten sie in Berlin das 576 Seiten starke Programmheft. Das Programm ist ab sofort auch im Internet sowie in der Kirchentags-App verfügbar.

Christina Aus der Au: „Nicht allein über Menschen werden wir reden, auch nicht über Flüchtlinge oder über Andersdenkende. Wir werden miteinander reden, einander zuhören in reformatorischer Gelassenheit und streiten mit protestantischem Selbstverständnis. Das ist der Beitrag des Kirchentages in einer Zeit verbaler Provokationen und Angriffe auf einen gesellschaftlichen Grundkonsens.“

„Es gibt Alternativen zum Dialog, zum Frieden und zur Ökumene“, so Ellen Ueberschär, „aber die sind zerstörerisch und menschenverachtend. Dieser Kirchentag wird im Vorfeld einer wichtigen Bundestagswahl zeigen, wie stark die Kräfte eines liberalen Protestantismus sind.“ Politisches Schwerpunktthema sei Europa. „Genau in der Metropole, die für das europäische Trauma der Teilung des Kontinents und zugleich für den Traum, der Wiedervereinigung steht, werden Perspektiven für das Europa von morgen gesucht.“

Als Beispiele für prominent besetzte Veranstaltungen nannte Aus der Au das Gespräch mit dem Titel „Was oder Wer hält die Gesellschaft zusammen?“ mit Bundeskanzlerin Angela Merkel, Hartwig Fischer, dem Direktor des British Museum und dem Theologen Thorsten Meireis. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier werde sich gemeinsam mit Susan Neiman, der Direktorin des Einstein Forums Potsdam der Frage stellen: „Ist die Vernunft noch zu retten?“

Bischof Markus Dröge hob besondere Projekte der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz hervor: „Ich freue mich auf das Zentrum 'Berlin.Zukunft.Kirche' auf dem Alexanderplatz unter dem Fernsehturm, zwischen meiner Bischofskirche St. Marien und dem Roten Rathaus. Mit einem 'Markt der Innovationen', einem 'Markt der Köstlichkeiten' und der Frage 'Ist das noch Kirche oder kann das weg?'. Wir werden nutzlose Ziegelsteine zerschlagen und Steine mit guten Ideen zu einer 'Kirche der Zukunft' bauen. Es ist gut, dass wir Christinnen und Christen im Reformationsjubiläumsjahr 2017 mit dem Kirchentag in Berlin und Wittenberg zeigen können, wie Glaube heute geht!“

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