Mein Kirchentag
Nachruf

Kirchentag trauert um Martina Severin-Kaiser

Der Deutsche Evangelische Kirchentag trauert um Martina Severin-Kaiser, die am Freitag im Alter von 57 Jahren überraschend in Hamburg verstorben ist.

Die Hauptpastorin der City-Kirche St. Petri in Hamburg war seit über 20 Jahren bei Kirchentagen aktiv und seit 2009 christliche Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Juden und Christen.

Generalsekretärin Ellen Ueberschär: „Martina Severin-Kaiser war in den letzten Jahren gewissermaßen das Herz der Arbeitsgemeinschaft. Sie hat mit ihrer fachlichen Kompetenz immer wieder neue Akzente im jüdisch-christlichen Gespräch gesetzt und mit ihrer offenen und herzlichen Art Menschen für diese Arbeit begeistern können. Unser Mitgefühl gilt ihrer Familie und allen, die um Martina Severin-Kaiser trauern.“

Der Vorstand der AG Juden und Christen (Daniel Kempin, Doron Kiesel, Frederek Musall, Aline Seel, Christian Staffa): „Es fehlen alle Worte. Wir sind schockiert und können nicht glauben, dass die Stimme von Martina Severin-Kaiser verstummt und dass ihre lebendigen und unkonventionellen Ideen uns nicht mehr begleiten. Wir werden sie als Vorstand der AG unendlich vermissen und wissen auch, dass es allen so geht, die mit ihr gearbeitet und gelebt haben.“

Mit Martina Severin-Kaiser verliert der Kirchentag eine engagierte Persönlichkeit des christlich-jüdischen Dialogs. In Bibelarbeiten hat die AG-Vorsitzende immer wieder theologische Impulse gesetzt und als Ökumenebeauftragte der Nordkirche das ökumenische und interreligiöse Profil des Hamburger Kirchentages 2013 entscheidend geprägt.

Die Arbeitsgemeinschaft Juden und Christen beim Kirchentag besteht seit 1961. Die Arbeit der AG ist geprägt vom gemeinsamen theologischen Nachdenken und hat entscheidende Beiträge zur Annäherung, zur Verständigung und zum Verständnis zwischen Juden in Christen in Deutschland nach der Schoa geleistet.

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