Mein Kirchentag
Pressemitteilung

Kirchentag trauert um Hildegard Hamm-Brücher

Der Deutsche Evangelische Kirchentag trauert um Hildegard Hamm-Brücher, die in München im Alter von 95 Jahren verstorben ist.

Die Politikerin war von 1975 bis 1987 Mitglied des Präsidiums des Deutschen Evangelischen Kirchentages. In dieser Zeit engagierte sie sich unter anderem in der Arbeitsgemeinschaft Juden und Christen und für eine Aufarbeitung der Verbrechen des Nationalsozialismus auf Kirchentagen.

Generalsekretärin Ellen Ueberschär: „Hildegard Hamm-Brücher hat sich als Mitglied des Präsidiums mit Nachdruck für die Aufarbeitung der NS-Diktatur eingesetzt. Ihr politisch brisanter Vortrag ‚Entschädigung und Wiedergutmachung für NS-Verfolgte: Endlich Gerechtigkeit schaffen‘ auf dem Kirchentag 1997 in Leipzig führte mit zur Gründung der Stiftung ‚Erinnerung, Verantwortung und Zukunft‘ im Jahr 2000, die der Entschädigung noch lebendender Zwangsarbeiter gewidmet ist.

Ihre Aufrichtigkeit und Überzeugungskraft haben den Kirchentag als öffentliches Forum einer demokratischen Debatte gestärkt. Sie selbst hat es geschätzt, mit welcher Leidenschaft und Offenheit über Parteigrenzen hinweg im Präsidium des Kirchentages um die Sache gerungen wurde. Unser Mitgefühl gilt ihrer Familie und allen, die um Hildegard Hamm-Brücher trauern.“

Weitere Schwerpunkte von Hamm-Brüchers Engagement auf Kirchentagen waren die Erprobung neuer Formen des (Feier-)Abendmahls sowie die Verantwortung von Christinnen und Christen für die freiheitliche Gesellschaft. Auf dem „Markt der Möglichkeiten“ des Kirchentages initiierte Hamm-Brücher das Projekt „Christen im Parlament“, um ein Begegnungs- und Diskussionsforum von Politikerinnen und Politikern und Kirchentagsteilnehmenden über Parteigrenzen hinweg zu schaffen.

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