Mein Kirchentag

Generalsekretärin Ellen Ueberschär zum Anschlag auf den Berliner Weihnachtsmarkt an der Gedächtniskirche

Der Anschlag auf den Berliner Weihnachtsmarkt füllt uns mit Trauer und Entsetzen. Unsere Gedanken sind bei den Familien der Opfer. Wir trauern mit ihnen um ihre Angehörigen und Freunde.

Die Adventszeit 2016 wird von dieser schrecklichen Tat im Dezember genau so überschattet wie von allen anderen Anschlägen, die im zu Ende gehenden Jahr so viele Menschen in den Tod rissen. Der Weihnachtsmarkt unter der Berliner Gedächtniskirche ist eine festliche Einstimmung, ein Anziehungspunkt für Kinder und Erwachsene, für  Berlinerinnen und Berliner und für viele, die touristisch unterwegs sind.

Weihnachten ist ein Sinnbild für Frieden, für ein Zusammenleben gegen die Angst. Und weil genau dieses Sinnbild getroffen wurde, ist das  Entsetzen so groß. Ob der Anschlag dem Sinnbild galt oder einfach eine Nachahmung des furchtbaren Mordens von Nizza war, ist einerlei. Angriffe auf friedliche Menschen sind Angriffe auf die Menschlichkeit, Äußerungen einer perversen Gewaltbotschaft, für die niemand Verständnis aufbringen kann. Dennoch - die Opfer dürfen jetzt nicht instrumentalisiert werden für einen Hass, der wiederum Menschen treffen würde, die vor genau dieser Gewalt Zuflucht suchen. Die Gedächtniskirche mit ihrem zerstörten Turm ist einer der eindrücklichsten Erinnerungsorte in Deutschland, die an die Ernte erinnern, die der Hass und die Hetze im vergangenen Jahrhundert gesät haben. Adventliches, friedliches Zusammenleben bedeutet heute, bei den Familien zu stehen, mit ihnen zu trauern, und ohne Angst, aber aufmerksam durch die Stadt zu gehen.

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