Mein Kirchentag
Vorjahrssieger verteidigt seinen Titel bei den "German Popen Open"

Die besten kickenden Pfarrer kommen aus Württemberg

Bereits zum zweiten Mal hat das Team der württembergischen Landeskirche die inoffizielle Deutsche Fußballmeisterschaft der Pfarrer "German Popen Open" gewonnen. Beim Kirchentag in Stuttgart siegte die erste Mannschaft des Gastgebers im Finale mit 6:2 gegen Gäster von der ungarischen Nationalauswahl.

Von Volker Rahn und Steffen Groß

Die Seelsorger aus Württemberg sind die besten kickenden Pfarrer in Deutschland. Die Mannschaft Württemberg I entschied die achte Auflage der traditionellen deutschen Pfarrer-Fußballmeisterschaften "German Popen Open" auf dem 35. Deutschen Evangelischen Kirchentag in Stuttgart für sich. Dabei schlugen sie am Samstagnachmittag  im Endspiel die Nationalauswahl aus Ungarn mit 6:2. Die Meisterschaft fand auf dem Gelände des Stuttgarter Sportclubs im Schatten der Mercedes-Benz-Arena statt. Der traditionsreiche Verein unterstütze die kickenden Pfarrer auch mit Ausrüstung und helfenden Händen bei der Durchführung.

Die Mannschaft aus der Evangelische Kirche in Hessen und Nassau belegte den dritten Platz beim seit 2001 ausgetragenen Theologen-Turnier nach einem Sieg über das Team Württemberg II mit 2:0 Insgesamt traten in diesem Jahr acht Mannschaften bei den "German Popen Open" gegeneinander an, darunter "Passtor-Westfalia", die "Pfälzer Parre", die "Meisterkicker" aus Hannover sowie Teams aus den evangelischen Kirchen Hessen-Nassau, Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz und eine Nationalauswahl aus Ungarn. Die Gastgeber aus Württemberg, die den Pokal vor zwei Jahren beim Kirchentag in Hamburg errungen hatten, traten gleich mit zwei Mannschaften an. Die zweite Mannschaft wurde von einem Gasttorwart aus der badischen Landeskirche verstärkt.

Erstmals ausgetragen wurde das Theologen-Turnier 1987 in Frankfurt am Main. Gespielt wird bei den "German Popen Open" in der Regel auf Kleinfeldern mit sechs Spielern. Ein Match dauert 15 Minuten. Im Mittelpunkt des Turniers steht neben dem Kampf um den Cup auch jede Menge Spaß am Spiel.

Inzwischen dürfen die Teams auch nach genauen Vorgaben mit Legionären und Gastspielern verstärkt werden. So können beispielsweise katholische Geistliche, Theologiestudierende oder kirchliche Angestellte wie etwa Küster begrenzt in Teams eingesetzt werden. Ohne Einschränkung stehen die Mannschaften für weibliche Mitspielerinnen offen, sofern sie aktive Pfarrerinnen sind.

"Fußball ist für Pfarrer, die oft im Alltag oft Einzelkämpfer sind, der ideale Anlass, um zu spüren, was zentraler Inhalt unseres christlichen Glaubens ist: Du bist nie allein unterwegs - You'll never walk alone", zitierte Popen-Organisator und Pfarrer Matthias Krämer eine bekannte Stadionhymne. Die nächsten "German Popen Open" finden beim Kirchentag in Berlin im Jahr 2017 statt.

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