Mein Kirchentag
Die Diakonie Katastrophenhilfe fördert Menschen in Krisengebieten wie Syrien oder Nepal

Hilfe, die ankommt

Die Bilder vom schweren Erdbeben in Nepal haben viele Menschen in Deutschland sehr bewegt. Auch das Leid der Flüchtlinge aus dem Irak und aus Syrien rührt viele an. Stefan Libisch von der Diakonie Katastophenhilfe erzählt auf dem Kirchentag, wie man wirksam helfen kann.

Von Jonathan Groß

„Ich arbeite bei der Diakonischen Katastrophenhilfe, weil ich den Menschen, denen es nicht so gut geht wie uns, helfen möchte zu überleben und um ihnen eine bessere Zukunft zu ermöglichen“, erklärt Stefan Libisch, einer von dreißig Mitarbeitern der „Diakonie Katastrophenhilfe“ aus Berlin auf dem Markt der Möglichkeiten.

Diese setzt sich besonders für Menschen ein, die unter großen Katastrophen in ihrem Land leiden, wie zum Beispiel nach dem verheerenden Erdbeben in Nepal vor sechs Wochen.  Sie helfen aber auch Menschen, die aus ihrem Land flüchten, oder in ihrem eigenen Land auf der Flucht sind. „Die Menschen dort erhalten von uns erst einmal das Nötigste zum Überleben: Nahrungsmittel, Zelte, Decken, Planen als Dächer und Werkzeuge“, berichtet  Libisch.  „Als nächstes versuchen unsere Fachleute, Wohnhäuser, Schulen und Krankenhäuser wieder aufzubauen oder, falls das nicht mehr möglich ist, neue zu errichten.“

„Die Spenden aus der Bevölkerung sind unsere Grundlage“, sagt Libisch, aber er betont, dass „ auch von Seiten der Behörden Gelder fließen.“ Ein Beispiel:  Durch die finanzielle Unterstützung der Europäischen Union in Höhe von einer Million Euro konnte  ein Projekt realisiert werden, das syrischen und irakischen Flüchtlingen außerhalb der überfüllten offiziellen Flüchtlingslager zu Gute kam, etwa durch Traumatherapien für geflohene Jesiden. Spenden kommen außerdem aus Kirchengemeinden, von Menschen, die über die Internetseite der Diakonie spenden oder auch durch Leser von Zeitungen, die durch Erwähnung in Artikeln über Katastrophen auf die Katastrophenhilfe aufmerksam werden.

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Spender bei der Diakonie können sicher sein, dass ihr Geld dann auch an den Orten der Katastrophen ankommt, versichert der Diakonie-Vertreter.  „Dies wird durch das Spendensiegel des Deutschen Zentralinstituts für soziale Fragen gesichert, das wir bekommen haben, weil wir mit Spendengeldern so gewirtschaftet haben, dass nur eine kleine Summe für Verwaltung, Werbung  und anderes benötigt wird“, betont Libisch. „Wegen solcher Auszeichnungen wie dem DZI Siegel unterstützen uns mehr Leute, da sie Sicherheit erhalten, mit ihrem Geld auch wirklich zu helfen.“ Auf die Frage, warum er sich dafür entschieden habe, bei der Diakonie zu arbeiten, meint Libisch, er wolle „den Menschen helfen zu überleben“ und ihnen „eine bessere Zukunft ermöglichen.“

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