Mein Kirchentag
Markt der Möglichkeiten

Da ist für alle was dabei

Ohne den Markt der Möglichkeiten ist der Kirchentag gar nicht mehr denkbar. In neun Zelthallen auf dem Cannstatter Wasen präsentieren verschiedene Institutionen mit evangelischem Hintergrund ein buntes Angebot. Die Themen reichen von Religion, Politik und Umweltschutz bis hin zu Freizeitspaß und Musik. Drei Stände werden hier etwas genauer unter die Lupe genommen ...

Von Lukas Walser und Thomas Walser

Hoffnung für die Tschernobyl Opfer

Über 25 Jahre nach der Reaktorkatastrophe leben noch immer hunderttausende Familien in den verstrahlten Gebieten Weißrusslands. Seit 1991 setzt sich die Hilfsorganisation „Zukunft nach Tschernobyl“ für die Umsiedlung der Betroffenen ein. Hauptsächlich durch Spenden finanzieren sie den Bau neuer Häuser, Kirchen und Ambulanzen im Norden des Landes. Umsiedler und Einheimische kommen sich in sogenannten „Häusern der Begegnung“ näher. Damit die Familien im unbelasteten Gebiet ein neues Zuhause finden, werden sie von Mitarbeitenden der Organisation persönlich begleitet. Zusätzlich setzt „Zukunft nach Tschernobyl“ mit der Errichtung von Windkraftanlagen ein sichtbares Zeichen gegen den Atomstrom.

 

Rettet die Wälder!

Zu Beginn stand ein Aufschrei gegen das Waldsterben: 1982 gründeten eine kleine Gruppe umweltbewusster Menschen den Aktionsverein „ROBIN WOOD“. Mittlerweile agiert die Umweltschutzorganisation bundesweit und kämpft hauptsächlich gegen das Sterben der Wälder. Neben dem Erhalt der heimischen Wälder setzt sie sich für den Fortbestand des Regenwaldes ein. Darüber hinaus stehen Verkehr, Klima und Energie im Fokus dieses Bündnisses. In politischen Debatten fordert es eine umweltfreundliche Gesellschaft ein, „ROBIN WOOD“ mahnt nachhaltigen Umgang mit Ressourcen an. Engagierte Ehrenamtliche werden bei der Facharbeit von hauptamtlichen Kräften unterstützt, um die Zukunft unseres Ökosystems zu sichern.

 

Lebensfreude für HIV-Erkrankte

In der christlichen Beratungsstelle Lazaruslegion erfahren AIDS-Erkrankte Zuspruch und Begleitung. Dabei werden der Umgang mit der Infektion, Fragen zur Lebensgestalltung, Partnerschaftsprobleme, die eigene psychische Situation sowie der Umgang mit Behörden besprochen. Die Lazaruslegion bemüht sich, den Menschen zu zeigen, dass wesentlich mehr Potentiale und Fähigkeiten in ihnen stecken, als sie in der Regel erkennen. Die Beratungsstelle baut auf sehr persönliche Betreuung ihrer Mitglieder. Sozial Arbeitende setzen sich für die finanzielle Unterstützung der Patienten durch die Krankenkasse ein. Die Organisation lebt hauptsächlich von Spenden, bekommt aber auch vom Bund einige Zuschüsse. Bei der Lazaruslegion sind alle HIV-Infizierten willkommen, egal ob gläubig oder nicht.

 

Diese Seite teilen

Bleiben Sie immer über unsere neuesten Aktivitäten informiert.
Abonnieren Sie unseren regelmäßigen Newsletter.