Mein Kirchentag
Bibelarbeit

Die Welt schöner träumen mit "einem von den Wise Guys"

Edzard Hüneke ist seinen Fans eher als Eddi von den Wise Guys bekannt. Mit der deutschen A-Cappella-Band hat er bereits mehrere Kirchentage musikalisch und inhaltlich begleitet. Bei der Bibelarbeit am Donnerstag zu Lukas 16,1-13 sprach Hüneke über Konsumsucht und Träume.

Von Carolin Strohbehn

Die Bibelarbeit im Zentrum Jugend drehte sich um Lukas 16,1-13 und war mit der Frage „Klug handeln – mit dem Mammon?“ überschrieben. Edzard „Eddi“ Hüneke, legte diese Stelle für das Publikum in der SCHARRena aus. Das Publikum war wie die Fangemeinde der Kölner Band sehr gemischt: junge Pfadfindergruppen neben Oma mit Enkelkind und Familien. Die Tendenz zu jüngeren Hörern zeigte sich in der Umsetzung, die auf einen unterhaltsamen und leicht verständlichen Zugang zur Bibel setzte. Zum wiederholten Male gestalten die Wise Guys Veranstaltungen auf dem Kirchentag. Viele ihrer Hörer sind Christen.

Auf der Kirchentagsbühne erlebten die eingefleischten Wise Guys-Fans allerdings einen ganz anderen Eddi. Der Musiker ist für seinen Unterhaltungswert auf der Bühne bekannt. Seine Bibelarbeit begann er mit einer Meditation und Mitsing-Teilen.

Die Bibelstelle um den ungerechten Verwalter deutete er in die heutige Zeit um: Der unzufriedene  Arbeiter Walter hat mit Ausbeutung und Profitmaximierung seines Arbeitgebers zu kämpfen. Mit Soundeffekten und aktuellen Bezügen betonte Hüneke, in welchen Teufelskreisen zwischen ständiger Erreichbarkeit, Konsumsucht und Wirtschaftswachstum wir uns befinden. Überspitzt wurde Walters Betreten der Chefetage mit dem Soundtrack von Star Wars, das allen Zuhörenden ein Lächeln entlockte. Walter wird zwar gekündigt, bekommt aber alle seine Schulden erlassen.

Die Stelle endet mit dem Vers „Ihr könnt nicht Gott dienen und dem Geld“ Nachdenklich wurden die Gedanken zum Thema Gottesbild und den Problemen, die jedem Einzelnen mit und ohne Geld begegnen. Es ist eine weite Kluft zwischen Konsumsucht und Bedarfsdeckung.

Im Fall des Protagonisten Walter geht alles gut aus. Er begegnet einer Welt, von der wir nur zu träumen wünschen. Wenn wir alle aus unseren Träumen heraus handeln würden, könnten wir ein kleines bisschen die Welt verbessern.

„Beim Kirchentag gibt es viele Möglichkeiten, an denen sich zeigt, dass wir etwas ändern können“, sagte Hüneke am Ende seiner Bibelarbeit. „Dort kann man sich gegenseitig vom Träumen anstecken lassen und vielleicht bekommen wir ein Gefühl dafür, was es heißt, Gott zu dienen.“ So könnten alle Teilnehmenden miteinander etwas klüger werden.

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