Mein Kirchentag
Stuttgart

Arbeitsgericht sichert Sonderfahrplan

Der schnellen Beförderung der Besuchermassen zum Kirchentag steht nichts mehr im Weg. Busse und Bahnen verkehren nach dem vorgesehenen Sonderfahrplan. Einen Gegenantrag der SSB-Fahrer lehnte das Arbeitsgericht ab.

Der Betriebsrat der Stuttgarter Straßenbahnen AG (SSB) ist mit seinem Antrag gegen den Sonderfahrplan zum Deutschen Evangelischen Kirchentag gescheitert. Am Dienstagnachmittag wurde die von den Fahrerinnen und Fahrern geforderte einstweilige Verfügung vom Arbeitsgericht Stuttgart abgelehnt. Für Kirchentagsgäste heißt das: Die für das Großereignis zusätzlich eingeplanten Busse und Bahnen werden fahren.


Der Dienstplan für den fünftägigen Kirchentag war zuvor ohne die notwendige Abstimmung mit dem Betriebsrat erstellt worden. Während der Veranstaltung sollen bis zu zehn Prozent mehr Fahrer eingesetzt werden, eine dichtere Taktung und längere Betriebszeiten gelten. So will die SSB den erwarteten Besuchermassen gerecht werden. Das könnte längere Arbeitszeiten und verkürzte Pausen für die Fahrerinnen und Fahrer bedeuten, fürchten deren Vertreter. Der vorsitzende Richter Matthias Rieker stellte in seiner Begründung den reibungslosen Ablauf des Kirchentags jedoch über das Mitbestimmungsrecht des Betriebsrats.


 "Die Belegschaft wird die Sonderdienste fahren müssen", sagte Uwe Melzer, Rechtsanwalt des Betriebsrats, nach der Entscheidung. SSB-Anwalt Michael Meyer begrüßte die Entscheidung des Gerichtes zugunsten des Kirchentags, kündigte aber für künftige Veranstaltungen eine "umfassende Lösung an, die beiden Seiten Rechnung trägt."

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