Gedenken an die ermordete Muslima Marwa El-Sherbini

Gedenken an Marwa El-Sherbini: Am 1. Juli 2009 wurde die 32-jährige Ägypterin Marwa El-Sherbini im Landgericht Dresden mit einem Messer erstochen. Besucher des Kirchentages gedachten am Freitag der ermordeten Muslima.

Emina Corbo-Mesic aus Stuttgart ist für den Kirchentag nach Dresden gekommen. Sie hat an der Gedenkfeier teilgenommen und erzählt, wie sie den Mord an Marwa El-Sherbini als Muslimin in Deutschland erlebt hat.

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Rückblick

Am 1. Juli 2009 wurde die Ägypterin Marwa El-Sherbini während einer Strafverhandlung im Landgericht Dresden erstochen.

Zur Verhandlung kam es, weil der Dresdner Alex W. die in Deutschland lebende ägyptische Handballnationalspielerin El-Sherbini auf einem Spielplatz als Terroristin und Islamisten beschimpft hatte. Eine dritte Person erstattete daraufhin Anzeige. Das Amtsgericht Dresden verurteilte Alex W. zu einer Geldstrafe. Er ging in Berufung.

Als die im dritten Monat schwangere Marwa El-Sherbini den Gerichtssaal nach ihrer Zeugenaussage verlassen wollte, stach Alex W. auf sie ein und tötete sie mit 16 Messerstichen. Vor der Verhandlung hatte es keine Personenkontrollen gegeben.

Marwa El-Sherbinis Mann kam ihr zu Hilfe und wurde durch drei Messerstiche verletzt. Ein hinzukommender Polizist hielt Marwa El-Sherbinis Ehemann für den Angreifer und schoss ihm ins Bein.

Im November 2009 wurde Alex W. zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt.

 

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