Auch auf dem falschen Weg lässt Gott die Menschen nie allein

Kirchentagspräsidentin Katrin Göring-Eckardt mahnt in einer Bibelarbeit zum Umdenken an. Ihrer Ansicht nach ist Gott auch den Menschen nahe, die den falschen Weg gehen.

Gott habe den Menschen den Verstand gegeben, das Helle vom Dunklen zu unterscheiden. Aber er habe nie angekündigt, dass er die Menschen allein lasse, wenn sie auf dem falschen Weg seien, sagte die Grünen-Politikerin und Bundestagsvizepräsidentin. Diese Zusage Gottes gilt nach den Worten Göring-Eckardts „so übervoll wir sind von Krisen und Sorgen“ und „so wenig wir ahnen, wo der Ausweg ist“. Die Kirchentagspräsidentin wies in ihrer Bibelauslegung auf die Entscheidungsfreiheit der Menschen hin: „Wir stehen sehr ernsthaft vor der Wahl, so weiter zu machen wie bisher, oder eben umzudenken, umzukehren, anders zu handeln.“ Die Wahl geschehe „frei, aber sehenden Auges“. Dabei gehe es auch darum, „so zu handeln, dass wir und unsere Nachkommen, auch die in der  Ferne, lange leben und auf fruchtbarem Land bleiben“.

Den Bibelarbeiten am Freitagmorgen lag ein Text aus dem 5. Buch Mose zugrunde. Mose spricht an dieser Stelle zum Volk Israel: „Ich habe heute den Himmel und die Erde als Zeugen in eure Mitte bestellt, als ich euch das Leben und auch den Tod vorgelegt habe; Segen und Fluch. Wähle das Leben, damit du lebst, du und deine Nachkommen.“

Katrin Göring-Eckardt begrüßt die Kirchentagsbesucher

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