Bildband zeigt Tischgemeinschaft beim 2. Ökumenischen Kirchentag

Rund 10.000 Menschen haben beim 2. Ökumenischen Kirchentag in München im vergangenen Jahr an einer Tischgemeinschaft nach dem orthodoxen Ritus der Artoklasie teilgenommen. Am Donnerstag wurde auf dem Kirchentag eine Broschüre vorgestellt, die diese Feier dokumentiert. „Wir wollen mit dem Bildband zeigen, wie Ökumene gelebt werden kann und hoffen, dass das viele Nachahmer findet“, sagte der evangelische Präsident des 2. Ökumenischen Kirchentages, Eckhard Nagel.

Der Präsident des Zentralrats der Katholiken, Alois Glück, betonte, dass das gemeinsame Mahl in München große Erwartungen an die Ökumene geweckt habe. „Wir hoffen, dass Papst Benedikt bei seinem Besuch im September mit Vertretern der evangelischen Kirchen zusammentreffen kann und die Ökumene dadurch einen neuen Schub bekommt“, sagte er. Der griechisch-orthodoxe Erzpriester Constantin Miron aus Brühl verglich die Ökumene mit der Integration von Einwanderern. Sie erfordere beiderseitige Anstrengungen, von den Einwanderern und der Aufnahmegesellschaft. „Auch die beiden großen Kirchen müssen Formen finden, sich an ihre neuen Nachbarn zu gewöhnen. Das gemeinsame Mahl war im besten Sinne integrationsfördernd“, sagte er.

Der Begriff Artoklasie stammt aus dem Griechischen und bedeutet „Brotbrechen“. Er bezeichnet eine Brotsegnung in orthodoxen Vespern. Der Bildband „Hoffnung haben – Liebe leben“ (68 Seiten) ist während des Kirchentages gegen eine Spende im Pressezentrum erhältlich. Nach dem Kirchentag kann er im Kirchentagsshop bestellt werden.


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