Kirchentagspublikum in Hamburg

Resolutionen

Verschaffen Sie Ihrem Anliegen auf dem Kirchentag Gehör

Resolutionen sind Willensbekundungen von Kirchentagsteilnehmenden, die per ­Abstimmungen in thematischen Veranstaltungen bzw. durch Unterschriften im Markt der Möglichkeiten beschlossen werden. Sie sind wesentliche Mitbestimmungs- und Beteiligungsformen, aber keine Äußerungen des Deutschen Evangelischen Kirchentages selbst.

Jede und jeder Teilnehmende kann Resolutionen einbringen, wenn er den auf dieser Seite beschriebenen Verfahrensregeln folgt. Fragen zum Verfahren beantwortet der Kirchentag gern unter resolutionen@kirchentag.de.

A. Kriterien, Inhalt und Form einer Resolution

Resolutionen orientieren sich an den Inhalten des Kirchentages und passen zu den inhaltlichen Schwerpunkten der Veranstaltungen, in die sie eingebracht werden sollen.

Resolutionen können nur in Veranstaltungen des thematischen Programms mit mindestens 500 Teilnehmenden verabschiedet werden (siehe Punkt C). Bei Hauptvorträgen können keine Resolutionen zur Abstimmung gestellt werden.

Die Antragstellenden schlagen eine geeignete Veranstaltung vor.

Resolutionen können alternativ dazu auch auf dem Markt der Möglichkeiten (p Punkt D) verabschiedet werden. Die Antragstellenden sammeln die dazu benötigten Unterschriften an ihrem Stand und dem Stand der Marktleitung.

Resolutionen enthalten klare, allgemein verständliche Formulierungen und verzichten auf falsche oder nicht überprüfbare Behauptungen sowie auf Beleidigungen. Sie enthalten konkrete und begründete Forderungen sowie einen oder mehrere konkrete Adressaten.

Der Text des Resolutionsantrags darf einschließlich Begründung nicht mehr als eine DIN A4-Seite mit maximal 3000 Zeichen (inkl. Leerzeichen) umfassen.

Name, Vorname und Anschrift einer verantwortlichen Person der antragsstellenden Gruppe sind im Resolutionsantrag enthalten. Eine Handynummer für weitere Absprachen ist separat anzufügen.

B. Überprüfung der Resolutionsanträge durch eine Arbeitsgruppe

Eine Arbeitsgruppe der Präsidialversammlung prüft, ob eingereichte Resolutionen den formalen Anforderungen (siehe Punkt A) entsprechen. Für den 36. Deutschen Evangelischen Kirchentag wurden folgende Personen aus den Reihen des Präsidiums und der Präsidialversammlung gewählt:

  • Dr. Susanne Dröge, Berlin
  • Tobias Herbst, Köln
  • Dr. Ulrike Höppner, Berlin

Die Arbeitsgruppe wird durch Mitarbeitende der Programmleitung des Kirchentages beraten.

Pro Veranstaltung wird in der Regel nicht mehr als eine Resolution eingebracht. Werden Resolutionen mit ähnlichen Inhalten von verschiedenen Antragsstellenden in dieselbe Veranstaltung eingebracht, werden die Antragstellenden gebeten, eine gemeinsame ­Resolution einzubringen. Alternativ kann die Arbeitsgruppe eine andere Veranstaltung für eine der Resolutionen vorschlagen.

Die Arbeitsgruppe kann redaktionelle Änderungen an den Resolutionstexten vornehmen, bevor sie endgültig zugelassen werden.

Nach Überprüfung der Anträge werden die Resolutionen final einer konkreten Veranstaltung zugeordnet. Die Antragstellenden werden darüber so schnell wie möglich informiert.

Zugelassene Resolutionen werden auf der Webseite des Kirchentages veröffentlicht und durch eine Meldung in der Kirchentags-App bekannt gegeben.

Ablehnungen werden den Antragstellenden zeitnah kommuniziert und müssen begründet werden. Abgelehnte Resolutionen können bis 24 Stunden vor der geplanten Veranstaltung in nachgebesserter Form einmalig wieder vorgelegt werden. Die Arbeitsgruppe unterstützt die Antragstellenden auf Wunsch bei der Überarbeitung.

C. Resolutionen im thematischen Programm

Einreichung eines Resolutionsantrages

Resolutionsanträge werden per E-Mail an resolutionen@kirchentag.de eingereicht.

Die elektronische Einreichung ist ab 1. April 2017 und bis spätestens 24 Stunden vor Beginn der vorgeschlagenen Veranstaltung möglich.

Berechtigt zur Antragstellung sind nur angemeldete Kirchentagsteilnehmende (­Einzelpersonen und Gruppen).

Durchführung und Abstimmung von Resolutionen in thematischen Veranstaltungen

Resolutionen werden sinnvoll in den Ablauf der Veranstaltungen des thematischen Programms eingebettet.

Die Antragstellenden bringen den Text des Resolutionsantrages ausgedruckt mit zur Veranstaltung (ca. eine Kopie pro 50 Teilnehmende). Die Hallenleitung organisiert die Verteilung. Den Antragstellenden wird im Veranstaltungsort ein gekennzeichneter Info-Platz für die Beantwortung von Rückfragen zur Verfügung gestellt.

Die Veranstaltungsleitung verantwortet das Abstimmungsverfahren. Sie wird dabei von der Hallenleitung unterstützt. Die Moderation der Resolutionsabstimmung kann an die Moderierenden der Veranstaltung delegiert werden.

Der Resolutionstext wird von den Antragstellenden ohne weitere Kommentare und Ausführungen vorgelesen. Danach wird einer Person aus den Reihen der Teilnehmenden die Möglichkeit zur Gegenrede gegeben. Die Gegenrede darf 2 Minuten nicht überschreiten.

Verlesung und Gegenrede erfolgen zusammenhängend im Laufe der Veranstaltung. Sie müssen nicht unmittelbar vor der Abstimmung stattfinden.

Die Abstimmung über den Resolutionsantrag findet innerhalb der letzten Stunde der Veranstaltung statt. Zum Zeitpunkt der Abstimmung müssen mindestens 500 ­Teilnehmende anwesend sein. Die Feststellung der Zahl der Anwesenden erfolgt durch die Hallenleitung. Sind weniger als 500 Teilnehmende anwesend, entfällt die Abstimmung zum Resolutions­antrag.

Abstimmungsmodus

Stimmt eine klar erkennbare Mehrheit der Teilnehmenden für die Resolution, so gilt sie als verabschiedet. Stimmt eine klar erkennbare Mehrheit der Teilnehmenden gegen die Resolution, gilt sie als nicht verabschiedet. Die Schätzung der Mehrheitsverhältnisse erfolgt durch die Hallenleitung.

Wenn keine klare Mehrheit erkennbar ist, wird die Abstimmung wiederholt. Die Hallenleitung führt nun eine grobe Zählung der Stimmen durch. Enthaltungen gelten nun als Gegenstimmen. Ist wiederum keine Mehrheit für eine Annahme erkennbar, gilt der Resolutionsantrag als abgelehnt.

Angenommene Resolutionen werden durch die Hallenleitung auf einem von ihr zur Verfügung gestellten Formblatt bestätigt. Sie sind innerhalb von drei Stunden nach Veranstaltungsschluss vom Antragstellenden bei der Leitung des Pressezentrums des Kirchentages abzugeben.

D. Resolutionen im Markt der Möglichkeiten

Die Einreichung einer Resolution

Resolutionsanträge werden per E-Mail an resolutionen@kirchentag.de eingereicht.

Die elektronische Einreichung ist von Samstag, 1. April bis Donnerstag, 25. Mai, 11.00 Uhr möglich.

Berechtigt zur Antragstellung sind nur angemeldete Marktgruppen.

Durchführung und Abstimmung von Resolutionen

Die Resolutionsanträge werden auf dem Markt der Möglichkeiten durch die Antrag­stellenden veröffentlicht. Dies geschieht durch Auslage am eigenen Stand oder an ­kooperierenden Ständen sowie am Stand der Marktleitung. Die Teilnehmenden bestätigen ihre Zustimmung durch Unterschrift. Bei mindestens 1500 Unterschriften gilt die Resolution als angenommen.

Die Unterschriftensammlung endet am Samstag, 27. Mai, 17.00 Uhr.

Ein Mitglied der Marktleitung bestätigt das Abstimmungsresultat und die Annahme einer Resolution mit Datum, Uhrzeit und lesbarer Unterschrift auf einem von der Marktleitung zur Verfügung gestellten Formblatt. Die Resolution einschließlich der Unterschriftenlisten ist bis spätestens Samstag, 27. Mai, 19.00 Uhr vom Antragstellenden am Serviceschalter des Pressezentrums des Kirchentages abzugeben.

E. Verwendung verabschiedeter Resolutionen

Die Leitung des Kirchentages zertifiziert die Resolution nach dem Kirchentag und gibt sie somit zum Versenden und zur Veröffentlichung durch die Antragstellenden frei. Die Antragsstellenden informieren das Zentrale Büro des Kirchentages über die Weiterverwendung der zertifizierten Resolution.

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