Pressekonferenz zur Vorstellung der Losung

Inhalte

Diese Themen und Worte prägen einen Kirchentag

Zusammen mit der Losung legt das Präsidium zu jedem Kirchentag biblische Texte für Gottesdienste und Bibelarbeiten fest. Die Textpassagen greifen den zentralen Gedanken der Losung in unterschiedlichen Kontexten auf.

Für den Kirchentag in Berlin und Wittenberg werden die folgenden Übersetzungen biblischer Texte genutzt.

Eröffnungsgottesdienste

Psalm 139,13-18: "Deine Augen sahen mich"

13 Ja, du hast meine Nieren geschaffen,
hast mich gewoben im Leib meiner Mutter.
14 Ich danke dir, dass ich auf faszinierende Weise wunderbar geworden bin.
Wunder sind deine Taten, das ist mir zutiefst bewusst.
15 Meine Knochen waren vor dir nicht verborgen,
als ich gemacht wurde im Geheimen,
gebildet in den Tiefen der Erde.
16 Als Ungeborenes sahen mich deine Augen.
In deinem Buch war alles schon geschrieben,
Tage wurden geformt, in denen noch niemand war.
17 Für mich – wie kostbar sind deine Gedanken,
wie wirkmächtig ist ihr Kern.
18 Ich zähle sie – mehr als Sand wären sie,
ich erwache – und immer noch bin ich bei dir.

Festgottesdienst

1. Korinther 13,12: "Von Angesicht zu Angesicht"

1 Wenn ich in allen Sprachen rede, der Menschen oder sogar der Engel,
aber ohne Liebe bin,
dann bin ich ein schepperndes Blech oder eine gellende Zimbel.

2 Auch wenn ich die Gabe der Prophetie habe,
um alles Verborgene weiß
und alle Erkenntnis besitze,
und wenn ich so viel Gottvertrauen habe, dass ich Berge versetze,
aber ohne Liebe bin,
dann bin ich ein Nichts.

3 Selbst wenn ich alles, was ich habe, spende,
wenn ich Leib und Leben riskiere und damit berühmt werde,
aber ohne Liebe bin,
dann nütze ich niemandem.

4 Die Liebe hat Geduld,
gütig ist die Liebe,
nicht eifersüchtig;
sie prahlt nicht,
bläst sich nicht auf;
5 sie ist nicht respektlos,
sucht nicht den eigenen Vorteil;
sie lässt sich nicht provozieren,
trägt nichts nach;
6 sie hat keine Freude am Unrecht,
sondern teilt die Freude an der Wahrhaftigkeit.

7 Alles trägt sie,
in allem vertraut sie,
gibt die Hoffnung nie auf;
sie hält allem stand.

8 Die Liebe geht niemals zugrunde,
anders die Gaben der Prophetie – sie werden verschwinden,
die Sprachen – sie werden aufhören,
die Erkenntnis – sie wird verschwinden. 9 Denn Stück für Stück nur erkennen wir,
und stückweise nur prophezeien wir.
10 Wenn aber das vollkommen Ganze da ist,
dann wird das Gestückel verschwunden sein.

11 Als ich ein kleines Kind war,
sprach ich wie ein Kind,
dachte wie ein Kind,
urteilte wie ein Kind.
Erwachsen geworden,
hatte ich das Kindliche abgelegt.

12 Wir sehen jetzt noch ein rätselhaftes Spiegelbild,
dann aber von Angesicht zu Angesicht.
Noch erkenne ich stückweise.
Dann aber werde ich ganz erkennen, wie ich schon erkannt bin.
13 So bleiben Gottvertrauen, Hoffnung, Liebe, diese drei.
Die Größte von ihnen ist die Liebe.

Himmelfahrtsgottesdienst

1. Mose 16,1-16: "Du siehst mich"

1 Sarai, Abrams Frau, hatte ihm noch kein Kind geboren. Sie hatte aber eine ägyptische Sklavin mit Namen Hagar. 2 Da sagte Sarai zu Abram: „Schau doch, die Lebendige hindert mich, Kinder zu gebären. Geh doch zu meiner Sklavin; vielleicht kann ich durch sie Mutter werden.“ Abram hörte auf Sarai. 3 Da nahm Abrams Frau, Sarai, ihre ägyptische Sklavin Hagar und gab sie ihrem Mann Abram zur Frau, nachdem Abram schon zehn Jahre im Land Kanaan gewohnt hatte. 4 Er ging zu Hagar und sie wurde schwanger. Als sie sah, dass sie schwanger war, wurde ihre Herrin gering in ihren Augen. 5 Da sagte Sarai zu Abram: „Das Unrecht, das mir geschieht, treffe dich! Ich selbst habe meine Sklavin in deinen Schoß gelegt. Doch kaum sieht sie, dass sie schwanger ist, werde ich gering in ihren Augen. Die Lebendige richte zwischen mir und dir!“ 6 Abram antwortete Sarai: „Schau, deine Sklavin ist in deiner Hand. Mach mit ihr, was in deinen Augen richtig ist.“ Da behandelte Sarai Hagar so hart, dass diese die Flucht ergriff, weg von ihr.

7 Der Bote der Lebendigen fand sie an einer Wasserquelle in der Wüste, an der Quelle auf dem Weg nach Schur. 8 Er sagte: „Hagar, Sklavin Sarais, woher kommst du und wohin gehst du?“ Sie antwortete: „Weg von Sarai, meiner Herrin. Ich bin auf der Flucht.“ 9 Der Bote der Lebendigen sagte zu ihr: „Kehr zurück zu deiner Herrin und beuge dich unter ihre harte Hand.“ 10 Der Bote der Lebendigen sagte zu ihr: „Ich werde deine Nachkommen so sehr vermehren, dass man sie nicht mehr zählen kann.“ 11 Der Bote der Lebendigen sagte zu ihr: „Schau, du bist schwanger und wirst einen Sohn gebären und du sollst ihn Ismaël nennen‚ ‚Gott hört‘, denn die Lebendige hat gehört, wie hart du behandelt wirst. 12 Er wird ein Wildesel von einem Menschen sein, seine Hand gegen alle und die Hand aller gegen ihn, aber allen seinen Geschwistern zum Trotz wird er sich niederlassen.“ 13 Da gab sie der LEBENDIGEN, die zu ihr geredet hatte, einen Namen: „Du bist El Ro’i, Gott, der mich sieht“, denn sie sagte sich: „Habe ich hier wirklich hinter dem hergesehen, der mich sieht?“ 14 Deshalb heißt der Brunnen: „Brunnen der Lebendigen, die mich sieht“. Schau, er liegt zwischen Kadesch und Bered.

15 Hagar gebar Abram einen Sohn und Abram nannte seinen Sohn, den Hagar geboren hatte, Ismaël, „Gott hört“. 16 Abram war 86 Jahre alt, als Hagar ihm Ismaël gebar.

Eine Bibel  steht vor einem Podium

Bibelarbeiten Donnerstag

Lukas 1,39-56: "Maria und Elisabet begegnen sich"

39 Maria brach auf. Sie lief eilig durch das Bergland in diesen Tagen bis zu einer Stadt in Juda, 40 betrat dort das Haus des Zacharias und begrüßte Elisabet. 41 Als Elisabet den Gruß Marias hörte, da strampelte das Kind in ihrem Bauch. Elisabet wurde erfüllt mit heiliger Geistkraft.42 Sie schrie auf und rief mit lauter Stimme: „Gesegnet bist du unter den Frauen, und gesegnet ist die Frucht in deinem Bauch. 43 Wie kommt es, dass die Mutter meines Herrn gerade mich besucht? 44 Sieh nur: In dem Moment, als dein Gruß in meinen Ohren klang, strampelte das Kind in meinem Bauch vor Freude. 45 Glückselig ist die, die vertraut, denn es wird zur Vollendung kommen, was die Ewige ihr zugesagt hat.“

46 Und Maria antwortete:
Mein Innerstes lobt die Größe der Ewigen
47 und mein Geist jubelt über Gott, meine Rettung,
48 weil Gott die Erniedrigung ihrer Sklavin sieht.
Seht, von jetzt an werden mich alle Generationen glückselig preisen,
49 denn die göttliche Macht tut Großes für mich.
Heilig ist ihr Name.
50 Barmherzigkeit schenkt sie von Generation zu Generation denen, die Ehrfurcht vor ihr haben.
51 Sie übt Macht aus mit ihrem Arm,
treibt die auseinander, die im Herzen voller Überheblichkeit sind.
52 Mächtige stürzt sie von den Thronen
und erhöht die Erniedrigten.
53 Hungernde erfüllt sie mit Gutem,
und die Reichen schickt sie mit leeren Händen weg.
54 Sie nimmt sich Israels, ihres Kindes, an,
so erinnert sie sich an ihre Barmherzigkeit,
55 die sie unseren Vätern und Müttern versprochen hat,
Abraham und seinen Nachkommen für alle Zeit.
56 Maria blieb drei Monate bei Elisabet und kehrte dann in ihr Haus zurück.

Bibelarbeiten Freitag

1. Mose 33, 1-17a: "Esau versöhnt sich mit Jakob"

1 Jakob blickte auf, und siehe: Da kam Esau und mit ihm 400 Mann. Da verteilte Jakob die Kinder auf Lea, Rahel und die beiden Sklavinnen. 2 Er stellte die Sklavinnen und deren Kinder nach vorn, Lea und ihre Kinder hinter sie, dahinter Rahel und Josef. 3 Er selbst ging ihnen allen voran. Siebenmal warf er sich zu Boden, während er sich seinem Bruder näherte. 4 Da lief Esau ihm entgegen, umarmte ihn und fiel ihm um den Hals. Er küsste ihn, und sie weinten. 5 Als Esau aufblickte, sah er die Frauen und Kinder und fragte: "Wen hast du da alles bei dir?" Da antwortete Jakob: "Es sind die Kinder, durch die Gott mir, deinem Diener, seine Gunst gezeigt hat." 6 Da kamen die Sklavinnen und Kinder herbei und warfen sich zu Boden. 7 Danach kamen auch Lea und ihre Kinder herbei und warfen sich zu Boden. Und schließlich kamen Josef und Rahel herbei und warfen sich zu Boden. 8 Da fragte Esau: „Was willst du mit der ganzen Herde, der ich begegnet bin?" Jakob antwortete: "Gunst finden in deinen Augen, mein Herr. “ 9 Esau aber sagte: "Ich besitze selber viel, mein Bruder. Was dir gehört, behalte." 10 Da sagte Jakob: "Nicht doch! Wenn ich Gunst in deinen Augen gefunden habe, so nimm mein Geschenk aus meiner Hand. Denn ich habe dein Gesicht gesehen, als sähe ich Gott. Und du bist mir wohlwollend begegnet. 11 Nimm doch meinen Segen an, der dir gebracht wurde, denn Gott hat mir Gunst erwiesen, und ich habe von allem reichlich." So drängte er ihn, bis er es annahm.

12 Da sagte Esau: „Lass uns aufbrechen und losziehen. Ich werde an deiner Seite gehen.“ 13 Jakob sagte aber zu ihm: "Mein Herr, du weißt, dass die Kinder noch klein sind. Außerdem habe ich für einige Schafe und Rinder zu sorgen, die noch säugen. Wenn man sie nur einen Tag heftig antreibt, stirbt die ganze Herde. 14 Ziehe du doch deinem Diener voran, mein Herr. Dann kann ich langsam hinterherkommen, so schnell das Vieh und die Kinder es zulassen, bis ich zu dir nach Seïr komme, mein Herr." 15 Da sagte Esau: "Dann will ich wenigstens einige von den Leuten bei dir lassen, die bei mir sind." Jakob aber fragte: "Wozu das? Lass mich nur Gunst in deinen Augen finden, mein Herr." 16 So kehrte Esau an jenem Tag auf seinem Weg nach Seïr zurück. 17 Jakob aber zog weiter nach Sukkot und baute sich ein Haus.

Bibelarbeiten Samstag

Lukas 19,1-10: "Jesus sieht Zachäus"

1 Jesus kam nach Jericho und ging durch die Stadt. 2 Da gab es einen Mann mit Namen Zachäus. Er leitete das Zollunternehmen und war reich. 3 Er wollte unbedingt Jesus sehen und wissen, wer das ist. Es gelang ihm aber nicht wegen der Menschenmenge, denn er war klein von Statur. 4 Er lief voraus und stieg auf einen Maulbeerfeigenbaum, um ihn sehen zu können, denn dort sollte er vorbeikommen.

5 Als Jesus an die Stelle kam, sah er ihn an und sagte: „Beeil dich, komm herunter, denn heute muss ich in deinem Haus bleiben.“ 6 Er beeilte sich herunterzukommen und nahm ihn voll Freude auf. 7Als die Leute das sahen, regten sich alle auf: „Bei einem Verbrecher ist er zu Gast.“ 8 Zachäus stellte sich hin und sagte zum Herrn: „Siehe, Herr, die Hälfte meines Vermögens gebe ich den Armen, und wenn ich von jemandem zu viel abgepresst habe, gebe ich es vierfach zurück.“ 9 Jesus sagte ihm: „Heute ist die Gemeinschaft in diesem Haus gerettet worden, denn auch dieser ist ein Nachkomme Abrahams.“ 10 Der Mensch Jesus ist gekommen, um das Verlorene zu suchen und zu retten.

Brot und Salz nett hergerichtet

Feierabendmahle

2. Mose 24,9-11: "Gottesschau und Mahl auf dem Sinai"

9 Mose und Aaron stiegen hinauf (auf den Sinai) und mit ihnen Nadab und Abihu und siebzig Älteste Israels. 10 Sie sahen die Gottheit Israels: Unter ihren Füßen war etwas wie ein Kunstwerk aus Lapislazuli, so klar wie der Himmel selbst. 11 Aber sie streckte ihre Hand nicht gegen die Menschen aus, die Israel repräsentierten. Sie schauten die Gottheit und aßen und tranken.

Kirchentagspsalm

Psalm 139: "Deine Augen sahen mich"

1 Für die Chorleitung. Von David. Ein Psalm.
Ewiger, du hast mich erforscht und erkannt.
2 Du kennst mein Sitzen und mein Aufstehen.
Du verstehst meine Absicht von ferne.
3 Mein Gehen, mein Liegen – du umfasst es.
Mit all meinen Wegen hast du dich vertraut gemacht.
4 Ja, es gibt kein Wort auf meiner Zunge,
das du, Ewiger, nicht ganz und gar erkannt hättest.
5 Von hinten und von vorn hast du mich umschlossen
und hast deine hohle Hand über mich gelegt.
6 Faszinierend ist die Erkenntnis für mich, zu hoch – ich kann sie nicht erfassen.
7 Wohin kann ich gehen, weg von deiner Geistkraft?
Wohin kann ich fliehen vor deinem Angesicht?
8 Wenn ich zum Himmel hinaufstiege – dort bist du,
lagerte ich mich in der Unterwelt – du bist da.
9 Nähme ich Flügel der Morgenröte,
ließe mich nieder am Ende des Meeres,
10 auch dort – deine Hand würde mich führen und deine Rechte mich greifen.
11 Und sagte ich: Finsternis soll mich verschlingen
und Nacht sei das Licht um mich her:
12 Selbst Finsternis wäre nicht finster, nicht fern von dir,
und Nacht – wie der Tag würde sie leuchten,
wie Finsternis, so das Licht.
13 Ja, du hast meine Nieren geschaffen,
hast mich gewoben im Leib meiner Mutter.
14 Ich danke dir, dass ich auf faszinierende Weise wunderbar geworden bin.
Wunder sind deine Taten, das ist mir zutiefst bewusst.
15 Meine Knochen waren vor dir nicht verborgen,
als ich gemacht wurde im Geheimen,
gebildet in den Tiefen der Erde.
16 Als Ungeborenes sahen mich deine Augen.
In deinem Buch war alles schon geschrieben,
Tage wurden geformt, in denen noch niemand war.
17 Für mich – wie kostbar sind deine Gedanken,
wie wirkmächtig ist ihr Kern.
18 Ich zähle sie – mehr als Sand wären sie,
ich erwache – und immer noch bin ich bei dir.
19 Würdest du, Gott, doch töten, die Verbrechen begehen,
ihr Blutbesudelten, weicht von mir –
20 die von dir reden mit Hinterlist,
die Nichtiges bis zu dir erheben.
21 Soll ich nicht hassen, die die dich hassen, Ewiger?
und vor denen Ekel empfinden, die gegen dich aufstehen?
22 Mit äußerstem Hass hasse ich sie,
zu Feind und Feindin sind sie mir geworden.
23 Erforsche mich, Gott, und erkenne mein Herz,
prüfe mich und erkenne mein Grübeln.
24 Sieh, ob ich auf einem Weg bin, der verletzt,
und führe mich auf einen Weg, der bleibt.

Diese Seite teilen