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Datum:
11. März 2019

Programm


Vertrauen als aktivierende Kraft


Programm des Kirchentages in Dortmund vorgestellt.

Vertrauen als aktivierende Kraft. Das ist die Überschrift für das Programm des Kirchentages in Anlehnung an seine Losung „Was für ein Vertrauen“ (2. Könige 18,19). Kirchentagspräsident Hans Leyendecker, Generalsekretärin Julia Helmke und die Präses der Evangelischen Kirche von Westfalen Annette Kurschus präsentierten heute in Dortmund das Programm mit seinen über 2.000 Veranstaltungen.

Hans Leyendecker: „Der Kirchentag hat ein unglaublich vielfältiges Programm, aber er läuft nicht auseinander! Er wird zusammengehalten von unserer Losung, dem Vertrauen. Jede Veranstaltung hat etwas mit Vertrauen zu tun. Mit dem Vertrauen auf Gott, mit der Frage nach dem Vertrauen in unsere Kirche, in Gesellschaft und Politik und mit dem Vertrauen in unsere Zukunft. Wir setzen mit diesem Programm auch ein Zeichen gegen die Spaltung und Polarisierung der Gesellschaft, gegen die Verrohung der Sprache und gegen Ressentiments und Fremdenfeindlichkeit.“

Als prominent besetzte Veranstaltungen, die sich umfassend mit Vertrauen und Orientierung befassen, nannte Leyendecker den Hauptvortrag von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier: „Zukunftsvertrauen in der digitalen Moderne“ und das Gespräch zwischen Bundespräsident Joachim Gauck u.a. mit der Schriftstellerin Thea Dorn über die „German Angst“ sowie das Podium mit Bundespräsident Christian Wulff zur Frage „Nicht nur der Islam gehört zu Deutschland – Wie viel Religion verträgt unsere Gesellschaft?“ und das Gespräch zwischen Bundespräsident Horst Köhler und Entwicklungsminister Gerd Müller zum aktuellen Verhältnis zwischen Europa und Afrika als „Meer-Nachbarschaft“. Leyendecker sagte, er freue sich sehr darüber, dass „alle ehemaligen und der amtierende Bundespräsident zum ersten Mal gleichzeitig auf einem Kirchentag seien.“

Er betonte darüber hinaus das prominent auf der Messe platzierte Zentrum Stadt und Umwelt, in dem beispielsweise die Fridays for Future-Aktivistin Luisa Neubauer mit Eckart von Hirschhausen und jungen Menschen aus dem Projekt „Wege zur Nachhaltigkeit“ zu dem Thema: „Umwelt, Klima und Gerechtigkeit – heute handeln“ diskutiert.

Julia Helmke erläuterte: „Es geht um Augenhöhe statt Sonntagsreden. Im Programm finden sich so viele partizipative und interaktive Formate wie noch nie. Mitten in der Stadt gibt es ein großes Workshophaus mit über 160 Veranstaltungen. Mehrere hundert kulturelle und sportliche Mitmachangebote werden die Stadt füllen. Und wir werden genau hinschauen und uns auch streiten. Dafür stehen Veranstaltungen wie die Diskussion #MeToo: Sensibilisierung oder Empörungsblase u.a. mit Serdar Somuncu und #aufschrei Initiatorin Anne Wizorek, und das Barcamp „Das soll doch noch gesagt werden dürfen!“ sowie viele Basis-Initiativen im International Peace Centre, die dazu ermutigen, sich einzumischen.“

Auch zwei Jubiläen werden auf dem Kirchentag begangen: „Wir feiern 70 Jahre Kirchentag mit einer musikalischen Zeitreise und 40 Jahre Feierabendmahl, betonte die Generalsekretärin. Sie freue sich auf klangvolle Konzerte, viele Politische Nachtgebete und die Großgottesdienste, die an so unterschiedlichen Orten wie auf einer Straßenkreuzung oder im Stadion stattfinden.

Präses Annette Kurschus hob besonders die regionalen Projekte der Evangelischen Kirche von Westfalen hervor: „Auf dem Kirchentag wird es zum ersten Mal ein Zentrum Sport geben. Sport gehört in die Region und ins Revier; auch als eine der großen gesellschaftlichen Bindekräfte der Gegenwart. Wir fragen im Zentrum Sport: Was verbindet Sport und Glaube? Was bedeuten Teamgeist, Fairness und Vertrauen „auf’m Platz“, im Glauben und darüber hinaus?
Und ich freue mich auf das Zentrum Wandel im Uniongewerbehof. Mit dem Wandel geht es hier um ein Phänomen, das unsere Zeit prägt wie kaum etwas anderes. Eine Fähigkeit, die Dortmund und die Region beherrschen wie kaum jemand sonst.“

Ein besonderes Projekt dieses Kirchentages ist der Rote Faden Migration, Integration und Anerkennung, deren Schirmherrin Annette Kurschus ist. Schon bei der Besetzung der ehrenamtlichen Projektleitungen haben Menschen mit unterschiedlichem kulturellen Hintergrund mitgewirkt. Sichtbar im Programm ist der Schriftzug des Roten Fadens. Er taucht über 65-mal auf bei Ausstellungen, Führungen, Gottesdiensten, Podien und Workshops. Den Beginn markiert das Hauptpodium „Dazu gehören, aber wozu?“ unter anderem mit Aladin El-Mafaalani, Bestseller-Autor und Leiter Integrationspolitik im Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration in Nordrhein-Westfalen und der Journalistin Ferda Ataman aus Berlin.

Das Programm des 37. Deutschen Evangelischen Kirchentags in Dortmund ist ab sofort im Internet unter kirchentag.de/programm verfügbar. Das gedruckte Programmheft steht ab dem 22. März zur Verfügung. Die für alle kostenlose Programm-App für Android und IOS ist ab Ende März in den App-Stores verfügba

Foto: Silvia Kriens


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