Bundespräsident Wulff: Kirchentag kann Kräfte zur Veränderung frei setzen

Bundespräsident Christian Wulff äußerte sich „auch 22 Jahre nach dem Mauerfall tief bewegt davon, dass ein Kirchentag in Dresden stattfinden kann“. Das sei nur möglich, weil es unter der SED-Herrschaft mutige Christen und offene Kirchen gegeben habe. Auch heute könne ein Kirchentag Kräfte zur Veränderung und Verbesserung von Kirche, Staat und Gesellschaft frei setzen, zeigte sich Wulff überzeugt.

Der sächsische Ministerpräsident Stanislaw Tillich hat den Kirchentag in Dresden für sich selbst und für über eine Million Christen im Freistaat als „Grund zur Freude“ bezeichnet. „Wir freuen uns darauf, mit Ihnen allen gemeinsam  über das gute Leben und die gute Gesellschaft nachzudenken“, sagte Tillich nach dem Eröffnungsgottesdienst am Königsufer. Auch viele Nichtchristen seien „neugierig auf den Schatz, der der beim gemeinsamen Beten, Musizieren, Diskutieren und Nachdenken gehoben werden soll“.


Grüße auf polnisch, russisch, tschechisch und weiteren Sprachen rief Kirchentagspräsidentin Katrin Göring-Eckardt den Gästen aus den Nachbarländern zu. „Wunderbar, dass ihr da seid“, fügte sie auf deutsch hinzu. Viele seien gekommen, „weil die Fragen drängen, weil die Krisen wachsen“.  Göring Eckardt erinnerte an die friedliche Revolution in der DDR vor 22 Jahren und sagte, deshalb sei der Kirchentag „in Gedanken bei denen, die in Nordafrika und in arabischen Ländern mitunter ihr Leben für die Freiheit riskieren“. Auch der Atomausstieg, die Bewahrung der Schöpfung und ebenso der Glaube, die Liebe und Gott seien Themen, über die in den nächsten Tagen gesprochen werden müsse.
Dresdens Erster Bürgermeister Dirk Hilbert (FDP) versicherte, „die Dresdner freuen sich auf den 33. Deutschen Evangelischen Kirchentag“. Sie wollten gute Gastgeber sein.
Der Dresdner katholische Bischof Joachim Reinelt erinnerte an das Wort Jesu „Wo zwei oder drei unter meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen“. Das sei jetzt der Fall: „Christus mitten unter uns. Das ist das größte, was einem Kirchentag passieren kann.“

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