Tuesday, 11. December 2018

Von Welck: Die Losung ist ein Glücksfall

Kirchentagspräsidentin äußert sich im neuen Magazin des Kirchentages

Als „Glücksfall“ hat die Präsidentin des 32. Deutschen Evangelischen Kirchentages, Karin von Welck, die Kirchentagslosung „Mensch, wo bist du“ bezeichnet. Angesichts der Wirtschaftskrise frage die Losung nach der Verantwortung des Einzelnen für das Gemeinwesen, für die nachfolgenden Situationen und nach der Verantwortung vor Gott, schreibt sie in der ersten Ausgabe der Zeitschrift „Kirchentag – Das Magazin“, die zum diesjährigen Kirchentag in Bremen aus der Taufe gehoben wurde.

Den Teilnehmern des Treffens soll mit dem Motto ermöglicht werden, die komplizierten Zusammenhänge der Weltwirtschaftskrise zu verstehen, den Verantwortlichen Fragen zu stellen und gerechte Lösungen einzufordern. 

Das Magazin richtet sich an Menschen, die sich über das einzelne Großereignis hinaus für den Kirchentag interessieren und sich der protestantischen Laienbewegung verbunden fühlen. Das 28-seitige farbige A-4-Heft, das künftig viermal jährlich erscheinen soll, enthält neben aktuellen Nachrichten Beiträge von Persönlichkeiten, die selbst Verantwortung für den Kirchentag trugen oder tragen, die Kirchentags-Zusammenhänge in Kirche und Gesellschaft aufzeigen und zum Teil auch verkörpern.

Im aktuellen Heft erinnert der ehemalige Bundespräsident Richard von Weizsäcker, der von 1964-1970 und 1979-1981 Kirchentagspräsident war, an die „herausragende Bedeutung" des Leipziger Kirchentages 1954 mit 650.000 Teilnehmern an der Schlussveranstaltung - es war der einzige gesamtdeutsche Kirchentag zu DDR-Zeiten.

Karin Göring-Eckardt, Bundestagsvizepräsidentin und neu gewählte Präses der Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), plädiert unter der Fragestellung „Brauchen wir in der Krise mehr Staat?“ für einen Krisenpräventionsrat, der Freiräume für ein anderes Leben und Wirtschaften ermöglicht. 

Die erste Ausgabe dieses Magazins wird in einer Auflage von 20.000 Exemplaren auf dem Kirchentag verteilt. Künftig bekommen die Zeitschrift alle, die dem neuen „Verein der Freundinnen und Freunde des Deutschen Evangelischen Kirchentages“ beitreten. Beitrittserklärungen gibt es auf der Umschlagseite der ersten Ausgabe. Außerdem wird es an ausgewählte Gruppen von Multiplikatoren und Verantwortlichen in Kirche und Gesellschaft versandt.