Zusammenhalt

Menschenkette für den Frieden - Vertraue dem Frieden und lebe ihn

Bei der Menschenkette für den Frieden am Samstagnachmittag kamen in Dortmund so viele Menschen zusammen, dass sich eine durchgehende Kette zwischen den Westfalenhallen und dem Stadtgarten formieren konnte. Auch der bayrische Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm war dabei.

Von Jana Küchler und Santiago Reinbold

Um 13 Uhr sieht es noch aus wie überall beim Kirchentag. Einige Menschen unterhalten sich, um 13:30 Uhr ist das Areal gefüllt. Die Kundgebung, die der Menschenkette vorausgeht, beginnt mit Musik und Tanz. Danach werden Reden gehalten. Immer mehr Menschen sammeln sich und demonstrieren für den Frieden.

EKD Ratsvorsitzender Bedford-Strohm hält eine Rede für die Abrüstung. Billionen werden für die Waffenindustrie ausgegeben, obwohl nur Milliarden nötig wären, um den Hunger auf der Welt zu beenden.

Auch um die Flüchtlinge, die auf dem Meer sterben, geht es. Die Organisation Seebrücke setzt sich für ihr Andenken ein. Sie haben ein Mahnmal errichtet, das noch ein paar Tage erhalten bleiben wird. Das, mit den Namen verstorbener Geflüchteter versehene Schlauchboot, ist einer der ersten Punkte, den die startende Menschenkette beim Aufbruch aus dem Stadtgarten passiert.

Der Organisator Jan Stahnke läuft vorweg, einige hundert Menschen folgen. Er ist zufrieden und motiviert. Froh ein Zeichen setzen zu können, das auch gesehen wird und dankbar, dass so viele mitmachen. Auf dem Weg wird gesungen. Friedensfahnen flattern über den Köpfen. Banner und Schilder ergänzen das Bild. Einige Menschen, die das Geschehen beobachten, schließen sich spontan an.

Bei der Westfalenhalle macht sich eine zweite Traube auf den Weg. Barbara Kraemer, von der Konferenz Evangelischer Freiwilligendienste, hat dort die Vorhut übernommen. Sie strahlt über den Erfolg, als sich beide Gruppen an der Kreuzstrasse treffen. „1000-1500 Menschen sollten es wohl sein.“ schätzt sie.

Um 14:37 Uhr ist die Kette geschlossen. Von den Westfalenhallen bis zum Stadtgarten ist für kurze Zeit ein Band aus Menschen geknüpft. Die gute Nachricht wird über 1,5 km hin mit Jubel begrüßt. Junge und alte, aus allen Bereichen der Welt, halten sich an den Händen oder an den weißen Bändern. Auch die grünen Kirchentagsschals verbinden ein weiteres Mal. Hier ganz direkt.

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