Kirchentags-Poesie am Samstag

Danke, Dort-Mund!

Unser Autor aus dem Allgäu nimmt Abschied – und träumt von Salzkuchen.

Von Peter Hummel

 

Auf dem Weg durch Dortmunds Gassen,

darf man eines nicht verpassen:

Nimm dir Mut, nimm alle Kraft,

und rede mit der Bürgerschaft. 

Mit den Menschen, die hier leben,

die Tipps zum Überleben geben. 

 

Denn wenn’s auch etwas seltsam klingt:

Wenn dir hier etwas Freude bringt,

dann nicht die Altstadt, schön verziert,

weil die hier gar nicht existiert.

Keine Berge und kein Meer,

und trotzdem macht die Stadt was her.

 

Es ist die große Fröhlichkeit,

der Dortmunder – und mit der Zeit,

steckt die dich an, bis irgendwann,

man Ruhrpott-Liebe spüren kann.

Und diese Liebe, kann man sagen,

geht vor allem durch den Magen.

 

„Salzkuchen“ heißt hier ein Essen,

ohne Stern, das wär‘ vermessen.

Sondern schlicht ein Kümmel-Brot,

darauf Mett vom Schwein, leicht rot.

Plus ein paar Zwiebeln auf dem Rund –

Dortmunds Glück passiert im Mund!

 

Dazu vom Fass ein kühles Bier,

fertig ist das Festmahl hier. 

Und darf’s mal was vom Türken sein,

schwingt man in Dortmund kurz das Bein,

zack, steht dort ein Dönermann,

der scharf und nicht scharf machen kann.

 

Nun wird der Kirchentag bald enden,

die Dönersoße an den Händen,

trocknet, und vom guten Mett,

man auch zu Hause gern was hätt‘.

Kurzum, man kann es nicht verhehlen:

Dortmund, ach, du wirst uns fehlen.

 

Wir hatten hier sehr schöne Tage,

wofür ich dir nun Danke sage!

Denn wenn sich eines sagen lässt:

Es war ein tolles Glaubensfest!

Und was ich künftig von dir denk‘?

Dortmund, du bist ein Geschenk!

 

Diese Seite teilen
Newsletter abonnieren Bleiben Sie immer über unsere neuesten Aktivitäten informiert und abonnieren Sie unseren regelmäßigen Newsletter.