Kirchentags-Poesie am Mittwoch

Willkommen im Wanderparadies!

Die ist, wenn's jemand lesen mag, ein Gedicht zum Kirchentag. Man braucht dazu, wir warnen vor, Augenzwinkern und Humor.

Von Peter Hummel


Wer gerne mal was singen mag,
reist mittwochs an zum Kirchentag.
Wer beten will und Bibel teilen,
kann in Dortmund gut verweilen,
denn dort, wo Protestanten sind,
weht ein göttlich-frischer Wind.

 

Man erkennt die frommen Leute
an einem grünen Schal ab heute.
Der ist, um den Hals geschwungen,
als Signal sehr gut gelungen.
„Vertrauen“ steht dort deutlich drauf,
das braucht man auch im Lebenslauf.

 

Doch wer nur anderen vertraut,
stets nur auf fremdes Wissen baut,
wer sich denkt, es wird schon passen,
sich auf sein Umfeld zu verlassen,
gewinnt am Ende keine Zeit
und kommt beim Kirchentag nicht weit.

 

Das gilt vor allem, hört gut her,
beim öffentlichen Nahverkehr.
Die Anbieter hier an der Ruhr,
rechnen mit wenig Menschen nur,
die in Bahn und auch im Bus,
fahren bis zum Tagesschluss.

 

Drum wurde auch nicht aufgestockt,
die Gäste nicht mal angelockt,
Dortmund rollend zu erkunden.
Man solle laufen – und die Wunden,
die an den Fersen bald entstehen,
als echte Wundmale zu sehen.

 

So wünschen wir euch allen nun,
genau das Richtige zu tun:
Zankt nicht in überfüllten Zügen,
bleibt gelassen, habt Vergnügen,
spaziert nach hier und geht nach dort,
betrachtet es als Glaubens-Sport.

 

Und der gute Gott dort oben,
wird euch ganz sicher dafür loben,
dass ihr, wenn jemand hinkt und klagt,
ein mildes Wort des Trostes sagt.
Wo Liebe herrscht, Geborgenheit,
ist jedes S-Bahn-Drängeln weit. 

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