Interreligiöse Jamsession

Halleluja meets HuAllah

Wenn verschiedene Kulturen miteinander musizieren.

von Eva Beer, Salina Fuchs und Nathalie Kastner

Freitagabend: Knapp 80 Menschen aus verschiedenen Kulturen begeben sich in die Dortmunder Stahlhalle, um an einer interreligiösen Jamsession teilzunehmen. Das Gemeinsame und das Miteinander stehen an diesem Abend klar im Vordergrund. Jede*r hat die Möglichkeit, Lieder oder Gedichte in der eigenen Muttersprache vorzutragen.

An diesem Abend ist alles anders. Eine strikte Trennung zwischen Bühne und Zuschauerraum ist nicht vorhanden. Alle sitzen und stehen eng beieinander, wie auf einer großen Familienfeier.

Wir haben uns mit dem Sänger Ebrahim Cheraghi Hamoole unterhalten, warum er an der Veranstaltung teilnimmt. Der gebürtige Iraner ist vor drei Jahren zu Fuß nach Deutschland geflüchtet. Er war in seinem Land nicht mehr sicher. Um diese Erlebnisse zu verarbeiten, schreibt und singt er über die Liebe und auch über die Politik. 

In Deutschland hat er mittlerweile nicht nur gute Freundschaften geschlossen, sondern ist auch bei einer deutschen Familie aufgenommen worden. Ob Ebrahim in Deutschland bleiben kann, ist jedoch nicht sicher. Der im Gespräch eher schüchtern wirkende Ebrahim entfaltet auf der Bühne sein tolles Gesangstalent, wird wie ein anderer Mensch.

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