Interview

Zu gut für die Tonne

2018 landeten in Deutschland 13 Millionen Tonnen Lebensmittel im Müll. Essen im Wert von rund 6 Milliarden Euro.

Von Elena Gschnitzer

Der Wegwerftrend hat im Vergleich zu den Vorjahren einen neuen Rekord erreicht. Auf dem

 Kirchentag in Dortmund aber gibt’s ein Restaurant, das diesen Trend nicht mitmachen möchte: das Gläserne Restaurant.

Seit 32 Jahren ist es übrigens ein fester Bestandteil des evangelischen Kirchentags. Gläserne Mülleimer, Teller aus echtem Porzellan und eine Küche in der man den Köchen beim Kochen zusehen kann. Es wird speziell darauf geachtet, weniger Abfall und mehr Speisen zu produzieren.

Enno Nottelmann, Leiter des gläsernen Restaurants in Dortmund, arbeitet mit seinem Team im Einklang für mehr Nachhaltigkeit. Regionalität und Saisonalität stehen bei diesem einmaligen Projekt an oberster Stelle. Es werden nur vegetarische Speisen mit biologischen, saisonalen und regionalen Zutaten zubereitet. Ziel sei es, zu zeigen, dass fleischlose Gerichte genauso gut schmecken können. Damit die Besucher den besten Service genießen können, helfen 60 freiwillige Mitarbeiter im Gläsernen Restaurant mit.

„Wir setzen damit ein deutliches Zeichen für die Nachhaltigkeit und auch für andere auf dem Kirchentag.“, erklärt Nottelmann.

Um der Lebensmittelverschwendung entgegen zu wirken, haben die Projektleiter ein Kontingent an 1000 Essen pro Tag festgelegt.  

Herr Nottelmann freut sich auf das Kirchentags-Wochenende und steht bei Fragen zur Nachhaltigkeit und fairen Produktion jederzeit zur Verfügung.

In einem kurzen Video gibt er 3 Tipps um Nachhaltigkeit auch im eigenen Haushalt zu Hause praktizieren zu können.

Bild: Deborah Hofer

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