Interview vor den Eröffnungsgottesdiensten

Gänsehaut beim ersten Ton

Kirchentagspastor Arnd Schomerus steht vor einer großen Aufgabe: Bei den Eröffnungsgottesdiensten des 37. Deutschen Evangelischen Kirchentags will er Tausende für das Vertrauen zu Gott und den Menschen begeistern.

von Teresa Walter und Rebecca Hornung

Die Sonne brennt auf den weißen Pavillon hinab, der mitten auf der Kreuzung Ostwall/ Brüderweg in Dortmund steht. Musiker, Techniker und Kameramänner wuseln auf der Bühne herum. Vor der Bühne steht scheinbar gelassen Arnd Schomerus, der Kirchentagspastor. Er ist verantwortlich für die religiösen Inhalte und die Leitung der Großgottesdienste. Seit dem frühen Morgen ist er auf den Beinen und arbeitet an seinem Ziel: Mit den vielen Beteiligten will er bei den Gottesdiensten das Thema des Kirchentages ansprechen: Das Vertrauen zu Gott und zu den Menschen.

Für Schomerus persönlich heißt Vertrauen, eine Verbindung herzustellen. „Einerseits zwischen Gott und mir und dabei zu wissen, man ist gehalten und getragen.“ Auf der anderen Seite hat Vertrauen für ihn eine hohe zwischenmenschliche Komponente, um miteinander zu kommunizieren.

Die Losung des Kirchentages „Was für ein Vertrauen“ setzt sich mit der biblischen Geschichte über König Hiskia auseinander. Er wird in seiner Stadt Jerusalem angegriffen und bietet seinen Gegnern die Stirn – obwohl er wenig Aussicht auf einen Sieg hat. „Vertrauen zu haben und nicht zu verzweifeln und wegzulaufen, darin leitet mich dieser Text von König Hiskia.“

Der Kirchentagspastor hat auch großes Vertrauen darauf, dass die Eröffnungsgottesdienste nach Plan laufen. Der größte Gottesdienst wird auf der Kreuzung Ostentor gefeiert. Hier finden bis zu 50.000 Menschen Platz. Weitere 30.000 Besucher können am Gottesdienst in leichter Sprache auf dem Hansaplatz und am Eröffnungsgottesdienst für Groß und Klein auf dem Friedensplatz teilnehmen.

Seit fünf Jahren hat Schomerus die Leitung des Pastorats beim Deutschen Evangelischen Kirchentag inne. Die Vorbereitungen seien anstrengend und aufregend bis zur letzten Sekunde.  „Aber dann kommt irgendwann der erste Ton der knapp 1.000 Bläserinnen und Bläser, die ‚Christus Erstanden‘, also die Eröffnungshymne beim Kirchentag spielen. Das ist Gänsehaut pur.“

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