Logo Deutscher Evangelischer Kirchentag. Berlin/Wittenberg, 24.-28. Mai 2017
Mein Kirchentag
Zentrum Jugend und Zentrum Älterwerden

7 Vorschläge, wie Jung und Alt in Zukunft miteinander leben können

Wie das Miteinander funktionieren kann, dass wissen junge und ältere Kirchentagsteilnehmende. Sie haben Tipps an die @Jugend und an die @ältere Generation.

Von Beatrice Steineke

1. Macht euch sichtbar und tauscht Gedanken aus

Armagha, 32 Jahre, DeutschPlus e.V. Initiative für eine plurale Republik

„Ich will in einem regen Austauschverhältnis zwischen den verschiedenen Altersgruppen, als auch zwischen den verschiedenen Kulturen und Konfessionen leben. Möglichst viele Räume sollten geschaffen werden, wo ein Austausch stattfinden kann, damit man die Angst vor dem Unbekannten abbaut.“

@Jugend: Habt mehr Neugierde und zeigt gegenseitigen Respekt.

 

 

2. Für eine soziale, nachhaltige, ökologische und ökonomische Welt

Victoria, 21 Jahre, Evangelische Jugend Dekanat Vogelsberg/Hessen

"Voraussetzung dafür, dass wir auch in 20 Jahren noch gut miteinander leben können, ist eine faire Welt, in der keine Menschen mehr ausgeschlossen werden. Viele sollen ähnliche Chancen bekommen und lernen auf andere zu achten, auch wenn man nicht mit ihnen verwandt ist."

@Jugend: Seid aktiv und lasst euch nicht einschüchtern.
@ältere Generation: Hört besser zu und seid offener.

3. Seht euch gegenseitig nicht so kritisch

Kai, 47 Jahre, Projektleitung Zentrum Jugend auf dem Kirchentag

„Ich wünsche mir, dass sich die Generationen gegenseitig wahrnehmen und sehen, was für ein Potential beide haben. Dass noch viel mehr darauf verzichtet wird, sich kritisch zu sehen oder sich zu fragen, wo nimmt mir der Andere was weg. Wo kann ich wirklich vom anderen profitieren? Das ist viel wichtiger.“

@Jugend: Lernt zu zuhören und entdeckt alternative Denkweisen.

4. Wenn einer nicht anfängt, dann fängt keiner an

Sophie, 24 Jahre, Evangelische Jugend Dekanat Vogelsberg/Hessen

„Ich möchte gerne mit allen gemischt leben. Meine Familie hat eine Zeit lang in einem Mehrgenerationenhaus gewohnt. Das war echt cool, weil man immer was von anderen lernen kann. Genauso wichtig ist es andere Kulturen kennenzulernen. Momentan traut man sich gar nicht so richtig, andere zu fragen, wie das bei denen so ist und ich hoffe, dass sich das ändert.“

@Jugend: Bringt mehr Interesse für die Gesellschaft auf, in der ihr lebt, und stellt Fragen.
@ältere Generation: Vermittelt mehr, dass es Spaß macht, sich politisch zu beteiligen.

5. Hört euch gegenseitig zu und nehmt euch wahr

Gisela, 71 Jahre, Projektleitung Zentrum Älterwerden auf dem Kirchentag

„Die Generationen sollen nicht mehr in einer Konfrontation aufeinander zugehen, sondern sehen, was jede geleistet hat und aktuell leistet. Und sehen, was die andere Generation kann, was ich vielleicht nicht konnte. Das führt leider manchmal zu Neid. Uns wird gesagt, dass wir in den Wohlstand reingewachsen sind. Und Ältere sagen zum Beispiel, die Jugend beschäftige sich mit Dingen, die nicht ernsthaft genug sind. Das halte ich für völligen Blödsinn. Das Miteinander muss verzahnt werden.“

@ältere Generation: Helft der Jugend mit eurer Erfahrung nach einem Misserfolg wieder auf die Beine.

6. Wir haben schon ein gutes Leben, aber wir müssen die Gemeinschaft erhalten

Ingo, 48 Jahre, Dorf-Leben. Qualifizierung Jugendlicher Dorfraum-Pioniere, Landesjugendpfarramt der Evangelischen Kirche der Pfalz

„Wir brauchen weniger Projekte. Wir brauchen viel mehr Dorfleben, wo gemeinsame Geschichte geschrieben wird. Menschen, die sich begegnen, gemeinsam zusammenarbeiten, Neues schaffen und so erfahren, wir können die Welt verändern. Dorfleben!“

@Jugend: Bleibt so, wie ihr seid.
@ältere Generation: Hört zu, was junge Menschen wirklich sagen wollen.

7. Sieh mich! Ich will mit dir reden

Annegret, 52 Jahre, Projektleitung Zentrum Älterwerden auf dem Kirchentag

„Ich wünsche mir, dass die Generationen wissen, was sie von einander haben. Ich wünsche mir, dass die Alten und auch die Jungen aufeinander zugehen und zeigen: Ich brauch dich. Und ich will, dass du mich siehst und ich möchte mit dir sprechen. Wir brauchen uns, um die Zukunft zu gestalten.“

@ältere Generation: Ihr seid mit eurer Erfahrung wertvoll und steht dazu. Aber kommuniziert auch, wenn ihr die Jugend braucht.

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