Logo Deutscher Evangelischer Kirchentag. Berlin/Wittenberg, 24.-28. Mai 2017
Mein Kirchentag
Wie sollen Bauern zukünfrig produzieren?

Ihr Leben vor dem Supermarkt - Lebensmittel

Ernährung und Lebensmittelproduktion, Tierwohl und die Situation der regionalen Landwirtschaft werden für Verbraucherinnen und Verbraucher immer spannender.

von Irene Mallaun, Madlen Kröß und Miriam Perkmann

Dr. Anton Hofreiter MdB, Fraktionsvorsitzender Bündnis 90/Die Grünen, Berlin

„Die Nachfrage in Deutschland ist größer, als das die Menge der hier produzierten Lebensmittel.“

„Der Verbraucher muss vor Täuschungen geschützt werden, daher müssen die Lebensmittelkennzeichnung und das Markenrecht geändert werden.

„Wenn wir Käfigeier verbieten, dann müssen wir auch den Import von Käfigeiern verbieten!“

Christian Schmidt MdB, Bundeslandwirtschaftsminister, Berlin

„Kleinere und mittlere Betriebe gehören gestärkt!“

„Ein gezügelter Markt ist mir lieber, als ein zentral organisiertes sozialistisches Modell.“

„Ich möchte, dass Ernährungsbildung ein Schulfach wird!“

 

Nach der Schweigeminute zum Gedenken an auf der flucht nach Europa verstorbene Menschen folgte die Diskussion zu Bedeutung und Möglichkeiten von Tierhaltung und Tierwohl, positiven und negativen Aspekten des technischen Fortschritts und zur aktuellen Situation von konventionell geführten und Bio- Betrieben.

Die nachfolgende Diskussionsrunde war mit Robin Goudsblom (Bereichsvorstand Lidl Stiftung), Prof. Dr. Ute Knierim (Wissenschaftlicher Beirat Bundesregierung für Agrarpolitik, Ernährung und gesundheitlichen Verbraucherschutz), der Moderatorin Claudia Ehrenstein, Thomas Schröder (Präsident Deutscher Tierschutzbund), Stephanie Strotdrees (Vizepräsidentin Bioland) und Susanne Schulze Bockeloh (Vorsitzende Landwirtschaftlicher Kreisverband Münster) vielseitig besetzt. Wir haben die jeweiligen Hauptthesen gesammelt:

 

Robin Goudsblom: „Es braucht ein Europaweites Gesetz zur Tierhaltung auf Basis des deutschen Tierschutzgesetzes - für alle tierischen Produkte bis 2025. Ich bin der Erste, der das unterschreibt!“

Thomas Schröder: „Wir brauchen die Unterstützung durch den Gesetzgeber, um Forderungen nach besserer Tierhaltung an die Landwirte weitergeben zu können“

Prof. Dr. Ute Knierim: „Die Tiere müssen ihr natürliches Verhalten bestmöglich ausleben können. Dazu braucht es erst eine bessere Tierbeobachtung und dann darauf basierende Machbarkeitsüberlegungen.“

Stephanie Strotdrees: „Wir produzieren keine Lebensmittel, damit sie verbraucht werden. Wir produzieren sie, damit sie genossen werden - Sprechen wir also nicht mehr von Verbrauchern, sondern von Genießern!“

Susanne Schulze Bockeloh: „Die Technik in der Landwirtschaft muss zum Wohl der Tiere eingesetzt werden, um die Tiergesundheit bestmöglich zu fördern und die Haltungsbedingungen zu verbessern.“

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