Kulturprogramm beim Dresdner Kirchentag wird neue Maßstäbe setzen
Mehr als 18 000 Künstlerinnen und Künstler wirken in Dresden mit
Dresden, 8. Dezember 2010 - Ein halbes Jahr vor Beginn des 33. Deutschen Evangelischen Kirchentages in Dresden steht bereits fest, dass die Veranstaltung mit ihrem Kulturprogramm neue Maßstäbe setzen wird. Generalsekretärin Ellen Ueberschär, Christiane Begerau vom Kollegium sowie Ingolf Huhn vom Kulturbeirat des Kirchentages teilten heute in Dresden-Hellerau mit, dass mehr als 18 000 Künstlerinnen und Künstler am kulturellen Programm des Glaubensfestes mitwirken werden.
„In allen Bereichen des Kulturprogramms gibt es neue Rekorde bei der Anzahl der Bewerbungen und Anmeldungen zu verzeichnen“, so Ueberschär. „Mitmachen wird beim Kirchentag großgeschrieben: Allein aus Bläser- und Sängerchören werden nahezu 9000 Personen mitwirken, davon kommen 2100 aus Sachsen.“ Für kirchenmusikalische Konzerte hatten sich 85 Gruppen beworben, 25 mehr als beim letzten evangelischen Kirchentag 2009 in Bremen, allerdings können weniger als die Hälfte der Bewerber ihr Programm aufführen. Ueberschär: „Die Zahlen belegen eindrucksvoll, dass das Kirchentagskonzept stimmt: Kunst ist nicht die Dekoration für politische Themen, sondern Grundausstattung des Kirchentages im Dialog mit den gesellschaftlichen Fragen.“
Christiane Begerau, die die Verfahren der Anmeldung, Bewerbung und Auswahl von Mitwirkendengruppen erläuterte, bedauerte, „dass selbst eine so große Veranstaltung wie der Kirchentag nicht in der Lage ist, das reichhaltige Kulturangebot aufzunehmen, das wir in Sachsen vorfinden. Dem Kirchentag steht leider nur eine begrenzte Anzahl von Orten zur Verfügung. Also mussten wir eine Auswahl treffen. Trotzdem werden unterschiedliche Genres vorkommen und sowohl Neulinge als auch Erfahrene sich am Programm beteiligen können.“
Auf die Ausschreibung des regionalen Kulturprogramms hatten sich 140 Gruppen beworben. Nur 34 Projekte davon wird der Kirchentag realisieren. Begerau bat die abgelehnten Bewerber um Verständnis für Entscheidungen, die in ehrenamtlichen Gremien demokratisch getroffen wurden.
„Nicht nur die Zahl, sondern auch die Qualität der Bewerbungen hat uns die Auswahl schwer gemacht“, meinte Ingolf Huhn. „Aus der Fülle der Angebote könnten wir guten Gewissens mehr als einen Kirchentag bestreiten.“ Huhn lobte insbesondere die außergewöhnlich gute Kooperation mit den sächsischen Kulturschaffenden, unter anderem mit den Dresdner Musikfestspielen und verwies auf die große Anzahl an kulturellen Veranstaltungen, die den Kirchentag bereits im Vorfeld begleiten.
Einen Überblick über die Zahl der Bewerbungen und die Mitwirkenden im Bereich Kultur haben wir im PDF-Dokument in der rechten Seitenleiste zusammengestellt.


