Kirchentag erstmals mit kostenlosem W-LAN-Zugang für alle
Ein Pilotprojekt in Kooperation mit dem Förderverein Bürgernetz Dresden e.V.
Dresden, 5. Mai 2011 - Erstmalig wird es für alle Teilnehmenden des Kirchentages in Dresden einen draht- und kostenlosen Internetzugang für die Dauer der Veranstaltung geben. Das Projekt wird in einer Kooperation mit dem Dresdner Förderverein Bürgernetz e.V. realisiert und durch innerstädtische Kirchen unterstützt.
Alle Teilnehmenden des Kirchentages erhalten mit der Anmeldung einen Zugangscode für das drahtlose Netz. Der Zugang pro Computer oder Smartphone wird auf eine Stunde pro Tag begrenzt. „Mehr Datenverkehr können wir durch unsere Technik nicht abwickeln“, bedauert Matthias Untisz vom Vorstand des Vereins. „Bei über 100 000 Teilnehmenden können wir jedem aber immerhin eine Stunde Zugang ermöglichen.“ Für den Verein ist das Vorhaben ein Pilotprojekt. „Eine Tourismus- und Kongress-Stadt wie Dresden wird durch einen freien Internetzugang in der Innenstadt noch attraktiver.“
Auch der Kirchentag will mit diesem Projekt Erfahrungen sammeln. Der Fachmann des Kirchentages für Informationstechnologie, Christian-Alexander Zerbe-Heinrich, betont, dass man dem wachsenden Bedürfnis nach einem mobilen Internetzugang entsprechen wolle. „Die Teilnehmenden des Kirchentags nutzen das Netz überdurchschnittlich stark. Unsere Online-Angebote werden von Jahr zu Jahr stärker nachgefragt, denn durch die Nutzung des Internets wird das Programm des Kirchentages übersichtlicher, vor allem auch in unserer Online-Programmdatenbank.“
Um den zusätzlichen Datenverkehr während des Kirchentages aufzunehmen und an allen Orten der Innenstadt einen guten Empfang zu haben, werden Zugangspunkte an Kirchtürmen wie der Frauenkirche geschaffen. Matthias Untisz vom Bürgernetz betont, dass sich weder im Aussehen der Kirchen etwas ändern werde noch die Gefahr von Funkwellen drohe. „Wir installieren drahtlose Einwahlknoten für das Internet. Es ist die gleiche Technologie, die viele Leute in ihren Wohnungen betreiben.“
Kirchentagsgeschäftsführer Knöll erhofft sich durch das Projekt auch neue Erkenntnisse für die demokratische Kultur der Kirchentage. „In Dresden erproben wir in manchen Veranstaltungen eine Beteiligung des Publikums über das Internet. Dank des kostenlosen Zugangs können sich also alle problemlos einmischen.“ Wieder einmal, so Knöll, werde durch eine Kooperation mit einer Dresdner Initiative Neues auf den Weg gebracht. „Es ist einfach toll, welche innovativen und kreativen Potentiale in dieser Stadt stecken.“


