Volles Programm: 2200 Veranstaltungen auf 640 Seiten
Kirchentag in Dresden unter dem Eindruck der Ereignisse in Japan und der arabischen Welt
Als Chance zum Umdenken und für einen Aufbruch zum Christsein in der einen Welt hat Kirchentagspräsidentin Katrin Göring-Eckardt den 33. Deutschen Evangelischen Kirchentag vom 1. bis 5. Juni in Dresden bezeichnet. Durch die Ereignisse in Japan und in der arabischen Welt treffe dieser Kirchentag auf eine Zeit- und Weltsituation, die sich binnen weniger Wochen grundlegend verändert habe. In ihr habe das seit einem Dreivierteljahr geplante Programm jedoch höchste Aktualität, erklärte die Präsidentin bei der Vorstellung des 640-seitigen Programmhefts mit 2200 Einzelveranstaltungen vor Journalisten in Dresden.
Mit etwa 35 000 Menschen, die das Programm mitgestalten, erweise sich der Kirchentag auch in Dresden als Ereignis der freien Partizipation. Erneut, so Göring-Eckardt, zeichne ihn die einzigartige Mischung aus – von geistlichen Angeboten und von Debatten zu den Themen, die die Menschen, die Gesellschaft, Kirche und Welt bewegen, mit einer Fülle von Gelegenheiten zu Fest, Feier und Begeg-nung von Mensch zu Mensch. „Das Geschehen dieser Tage“, ergänzte die Kirchentagspräsidentin, fordere aber „auf besondere Weise dazu heraus, in christlicher Verantwortung Position zu bezie-hen“, zum Beispiel zu der Frage: „Beherrschen wir die Welt oder beherrscht sie uns? Und leben wir über unsere Verhältnisse oder in Anerkennung unserer Grenzen?“
Eine „Stimme der engagierten Bürgergesellschaft“ wolle der Kirchentag in Dresden sein, hob Generalsekretärin Ellen Ueberschär hervor. Neben Neuerungen bei Themen und Arbeitsformen, auf die Ellen Ueberschär hinwies, bleibe der Kirchentag „auch 2011 ein Ereignis des Dialogs“, im Politisch-Gesellschaftlichen wie in religiösen Fragen. Das zeige sich bei der Ökumene aller christli-chen Konfessionen, die nach dem 2. Ökumenischen Kirchentag in München fortentwickelt werden soll, aber auch im Gespräch mit Musliminnen und Muslimen.
Kirchentags-Geschäftsführer Volker Knöll äußerte sich bei der Vorstellung des Programms zufrie-den über den Stand der Anmeldungen zur Teilnahme. Dieser bestätige die Erwartung, dass am 1. Juni 100 000 Besucherinnen und Besucher an die Elbe kommen. Umso wichtiger sei es jetzt, in den kommenden Wochen die benötigte Zahl von 11 000 Privatquartieren für Kirchentagsgäste in Dresden und Umgebung zu erreichen.
Der 33. Deutsche Evangelische Kirchentag steht unter der biblischen Losung „… da wird auch dein Herz sein“ (Matthäus 6,21). Anmelden können Teilnehmerinnen und Teilnehmer sich weiterhin im Internet unter www.kirchentag.de oder über das Servicetelefon 0351 79585-100.


